So ganz genau weiß Josef Ilgner gar nicht mehr, wie oft er schon Deutscher Meister geworden ist. "Zum wiederholten Male", sagt er nur, als er im Gespräch mit dem SÜDKURIER davon erzählt, dass er es am vergangenen Wochenende wieder geschafft hat.

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In diesem Fall hat er bei den Wettkämpfen in Ruhpolding in seiner Altersklasse im freien und klassischen Stil gewonnen. Dafür brauchte Josef Ilgner, der für den Skiverein St. Georgen angetreten ist, rund 29 beziehungsweise 33 Minuten. Damit war er jeweils rund vier Minuten schneller als der Zweitplatzierte und holte in beiden Disziplinen die Deutsche Meisterschaft. "Die Strecke war sehr anspruchsvoll", sagt er. Besonders toll allerdings sei die Atmosphäre gewesen. "Das ist nicht zu toppen, das war schon sehr beeindruckend." Vor allem sei auch die Strecke in optimalem Zustand gewesen.

Beim Wachs gutes Händchen gefragt

Mit 70 Jahren noch so fit zu sein, ist das Ergebnis vieler Trainingseinheiten. Die absolviere Ilgner vor allem im Sommer. Seine Wettkampfzeit ist mittlerweile im Winter. Zehn bis 15 Mal gehe er als Langläufer an den Start, auch bei vielen regionalen Wettkämpfen. Jahrzehntelang habe er auch an Laufwettkämpfen teilgenommen, auch die Distanz der Marathon-Strecke sei er bereits gelaufen. "Mit dem Langlauf habe ich recht spät begonnen", sagt der 70-Jährige. Und weiter: "Bis ich 35 war, habe ich Fußball gespielt. Danach musste ich mir dann etwas anderes suchen." Hinter dem Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft steckt aber auch noch etwas anderes. "Auch das Material muss passen", sagt Ilgner. Da brauche man ein gutes Händchen. "Der Griff in die Wachskiste ist immer mit entscheidend", so der erfolgreiche Sportler.

Jetzt geht es zur Weltmeisterschaft

Ein weiteres Ziel hat Josef Ilgner bereits im Blick: "Anfang März findet die Weltmeisterschaft in Beitostolen in Norwegen statt", sagt er. Klar, dass dort auch der Deutsche Meister vertreten sein muss. Seine Frau begleitet ihn regelmäßig zu den Wettkämpfen. Manchmal, so erzählt er, bleibt auch noch etwas Zeit für Urlaub. Denn bei den Veranstaltungen stehe natürlich die sportliche Leistung im Mittelpunkt. Zu viel Druck will er sich selbst aber nicht machen, denn in Norwegen mit den Weltbesten wird die Konkurrenz natürlich um einiges härter sein. "Ich nehme mir vor, unter die ersten Zehn zu kommen", so der Bergstädter.

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