Poetry-Slam wird der moderne Dichterwettbewerb genannt, der durch die Initiative der Bibliothekarin Lucia Kienzler und mit Unterstützung des Schulleiters Jörg Westermann jetzt zum zweiten Mal in der Bergstadt über die Bühne ging.

In der Mensa der Robert-Gerwig-Schule konnte die Leiterin der Stadtbibliothek ein kleines, aber gespanntes Publikum begrüßen. Lucia Kienzler erinnerte daran, dass bei den Literaturtagen auch wieder ein Workshop mit dem Thema "Kreatives Schreiben" für Kinder und Jugendliche angeboten worden war.

Laura erreicht mit 27 Punkten den zweiten Platz. In ihren Texten geht es um die faszinierende Natur und um die eigene Meinung.
Laura erreicht mit 27 Punkten den zweiten Platz. In ihren Texten geht es um die faszinierende Natur und um die eigene Meinung.

Nun traten die beiden Moderatoren in Aktion: Pauline Füg aus Fürth und Manfred Manger aus Schweinfurt sind absolute Profis in Bezug auf Poetry Slam und bieten seit 13 Jahren Projekte über kreatives Schreiben und Text-Präsentation an. "Unser Workshop in St. Georgen zur Vorbereitung auf den U 20-Poetry-Slam dauerte insgesamt acht Stunden", informierte Manger das Publikum. In dieser Zeit wurden die jungen Poeten auf ihren Auftritt vorbereitet. Die Kinder und Jugendlichen seien im Alter zwischen neun und 18 Jahren und wohnen fast alle in St. Georgen oder in der Umgebung, wie er weiter verriet. Dann gab er die Regeln fürs Publikum bekannt, das mit seinem Applaus in die Bewertung der jungen Dichter einbezogen wurde.

Eva schafft ebenfalls 27 Punkte. Sie begeistert mit ihrer Erzählung über einen Goldfisch, der in einem Gartenteich landet.
Eva schafft ebenfalls 27 Punkte. Sie begeistert mit ihrer Erzählung über einen Goldfisch, der in einem Gartenteich landet.

Zunächst wurde noch die unabhängige Jury, die aus drei Mitgliedern bestand, vorgestellt und dann begann der Wettbewerb, der von Pauline Füg temperamentvoll moderiert wurde. Das Publikum klatschte nacheinander die kreativen Textkünstler ans Mikrophon und dann begann der Spaß. Manche präsentierten nur einen oder zwei kurze Texte, andere trugen lustige Kurzerzählungen oder anspruchsvolle und tiefsinnige Überlegungen vor. Spannend war es von Anfang bis zum Ende und der Siegerehrung. "Es ist eine Siegerinnen-Ehrung, denn Lisa hat 29 von 30 Punkten erreicht", freute sich Manfred Manger. Die 18-jährige Lisa war die einzige Poetin, die von auswärts kam. Die Abiturientin wohnt in Albstadt und ist zurzeit bei ihrer Tante in St. Georgen zu Besuch, wie sie dem SÜDKURIER verriet.