Die Suche nach der Ursache für den Brand eines Hofes im Gewann "Im Grund" am Samstag gestaltet sich schwierig. Einer Auskunft der Pressestelle der Polizei zufolge seien Kriminaltechniker am frühen Montag vor Ort gewesen, um den Grund für das Feuer, das im ersten Obergeschoss des Gebäudes ausbrach, zu ermitteln. "Die Brandstelle kann derzeit noch nicht betreten werden. Wir können aus diesem Grund noch nichts zur Brandursache sagen", hieß es dort auf eine SÜDKURIER-Anfrage. Eine Auskunft sei eventuell ab Mittwoch möglich, so hieß es weiter. Bereits am Sonntag, einen Tag nach dem Vollbrand des Gebäudes, schloss die Polizei Brandstiftung aus.

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Für die Feuerwehr stellte der Einsatz eine große Herausforderung dar, wie Kommandant Christoph Kleiner im Gespräch mit dem SÜDKURIER analysiert. Problematisch sei gewesen, dass der Brand bereits bei Eintreffen der Rettungskräfte sehr weit fortgeschritten war.

Bild: Roland Sprich

Knackpunkt war eine Treppe

Der Knackpunkt, weshalb die Feuerwehr den Brand am Samstag nicht mehr aufhalten konnte, sei gewesen, dass die Treppe, die zum Brandherd im Obergeschoss führte, teils schon in Brand stand. Die Feuerwehrleute konnten folglich nicht mehr in Richtung des Feuers vordringen. Die Entscheidung, dass das Gebäude nicht mehr zu retten ist, sei schwer zu fällen. "Ich muss mich da auf die Kameraden verlassen, die im Gebäude waren", sagt Kleiner. Ab einem gewissen Punkt sei die Gefahr für die eigenen Leute schlicht zu groß. "Ein paar Minuten früher und wir hätten das Feuer vielleicht in den Griff bekommen können", so sagt der Kommandant. Für diese erste Phase sei auch ausreichend Löschwasser vorhanden gewesen. Erst gegen später habe man eine lange Wasserversorgung zum Löschweiher aufbauen müssen. Dieser habe in rund 400 Meter Entfernung gelegen.

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Die Wehrleute stellten bis Sonntagmittag eine Brandwache und löschten immer wieder aufflammende Glutnester. Die Aufräumarbeiten des Großeinsatzes werden noch einige Tage andauern, so Kleiner. Aufzuräumen gilt es vor allem Atemschutzgeräte, Schläuche und Schutzkleidung. Das Material sei zwar einsatzbereit, falls es erneut nötig wäre, aber durch den Einsatz teilweise verschmutzt.

Video: Ganter, Patrick

Dem Bewohner des Hauses, einem 60-jährigen Mann, gehe es laut Polizei den Umständen entsprechend besser. Eine vermutete Rauchgasvergiftung, weswegen er unter anderem in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, habe sich nicht bestätigt. Auch in Sachen der leichten Brandverletzungen habe sich sein Zustand verbessert, so die Polizei. Er war am Samstag von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht worden, nachdem er mehrfach versuchte, in das brennende Gebäude zu laufen. Situationen wie diese erleben die Feuerwehrleute recht häufig, so Christoph Kleiner. In Extremfällen müsse man die Personen auch mit Gewalt davor schützen, sich selbst in Gefahr zu bringen.