Der Jugendgemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit einigen wichtigen Themen befasst. Dabei gab es auch schlechte Nachrichten: Das Obergeschoss des Bahnwärterhäuschens darf nicht mehr genutzt werden, aus Brandschutzgründen. Positive Signale gibt es hingegen für den Bau eines sogenannten Singletrails, eine Strecke für Mountainbiker, die durch den Wald führt und nur einseitig befahrbar ist.

  • Brandschutz bremst aus: Um den Jugendtreff im Bahnwärterhäuschen steht es schlecht. Zuletzt waren die Räume ohnehin nur noch gezielt für Veranstaltungen geöffnet. Brandschutzbestimmungen machen aber auch das in Zukunft deutlich schwerer, wie Bürgerdienstleiter Markus Esterle den Jugendgemeinderat in seiner Sitzung informierte. "Das Obergeschoss darf bei Veranstaltungen nicht mehr geöffnet sein, weil es dort keinen zweiten Rettungsweg gibt", sagte Markus Esterle. Dieser aber sei vorgeschrieben. Man müsse sich darüber unterhalten, wie man eine Lösung finden könne. Die Jugengemeinderätin Sara Raimondo erkundigte sich, ob diese Regelung auch für Vermietungen gelte. Markus Esterle bestätigte, dass dies der Fall sei. Bürgermeister Michael Rieger beobachtet seit einiger Zeit steigende Anforderungen in Sachen Brandschutz. Das werde die Stadt auch bei der Sanierung des Rathauses vor große Herausforderungen stellen.
  • Strecke für Mountainbiker: Für Mountainbiker soll eine Singletrail-Strecke entstehen. Solche Strecken haben ihren Ursprung im Mountainbike-Sport. Der Weg, der in St. Georgen entstehen soll, werde sich aber an Breitensportler richten. Dadurch sollen möglichst viele die Strecke auch nutzen können. Mit dem Thema beschäftigte sich der Jugendgemeinderat Julian Pfaff, der dafür auch einige Paragrafen durcharbeitete, die sich vor allem mit haftungsrechtlichen Fragen befassten. Wie ist aber auch, darüber berichtete Julian Pfaff, einen geeigneten Platz zu finden. Das sei die entscheidende Frage. "Wir hoffen, dass wir das Projekt noch dieses Jahr umsetzen können", sagte Markus Esterle. Bürgermeister Rieger lobte den Ehrgeiz aus den Reihen des Gemeinderats. Es sei stark, wie man sich mit diesem Thema auseinandergesetzt habe. Es sei nun ein Riesenschritt getan. Entsprechende Pläne zu diesem Projekt gab es seitens bereits vor rund zwei Jahren. Zunächst war der Wunsch, eine Downhill-Strecke zu bauen. Doch gerade hier wären die haftungsrechtlichen Fragen, beispielsweise durch entsprechende Rampen, zum Problem geworden.
  • Nächste Wahlperiode steht an: In diesem Jahr stehen für den Jugendgemeinderat Neuwahlen an. Es ist bereits das vierte Mal, dass das Gremium in St. Georgen gewählt wird. Markus Esterle möchte die Werbetrommel hierfür dieses Mal sehr viel früher anwerfen. Schon im Mai wolle er in den Schulen auf Kandidatensuche gehen. So soll bei der Stimmabgabe, durch eine ausreichende Anzahl an Kandidaten, eine echte Auswahl möglich sein. Aktuelle Jugendgemeinderatsmitglieder sollen die Schüler über die Arbeit informieren und Interesse wecken. Man wolle dafür eventuell den Gemeinschaftskunde-Unterricht nutzen. "Die Stimmabgabe erfolgt wieder elektronisch", sagte Markus Esterle.
  • Senioren das Smartphone erklären: Das sollen Mitglieder des Jugendgemeinderats bei der Seniorenmesse im Juni. Die Ratsmitglieder sollen in Zweierteams Tipps geben und an einem eigenen Stand Hilfe anbieten.
  • Bürgermeister erklärt Problem: Bürgermeister Michael Rieger sprach über die aktuellen Themen der Kommunalpolitik. Er bekräftigte, dass die Entscheidung der Landespolitik zum sogenannten Lückenschluss nicht nachvollziehbar sei. Auch sprach er über die Bedeutung des Ringzugs.