Was macht ein Energieanlagenelektroniker? Welche Voraussetzungen brauche ich, um Polizist zu werden? Und wäre der Beruf des Operationsassistenten vielleicht das Richtige für mich? Antworten auf solche und viele weitere Fragen bekamen die Schüler, die sich heute bei der Berufs- und Ausbildungsmesse BAM in der St. Georgener Stadthalle informierten.

Die Berufs- und Ausbildungsmesse in St. Georgen war für die Aussteller ein Buhlen um die Fachkräfte von morgen. Die jungen Leute, die im nächsten oder übernächsten Jahr ins Berufsleben einsteigen, haben den Luxus, gemäß den schulischen Voraussetzungen und persönlichen Fähigkeiten ihren Wunschberuf und ihr Wunschunternehmen auszusuchen, wo sie ihre Ausbildung absolvieren möchten.

Räumliches Denken ist gefragt, um das Rätsel um den Teufelsknoten am Stand der Zimmerei Schwarzwälder zu lösen. Diese drei Jungs schafften es in wenigen Minuten.
Räumliches Denken ist gefragt, um das Rätsel um den Teufelsknoten am Stand der Zimmerei Schwarzwälder zu lösen. Diese drei Jungs schafften es in wenigen Minuten.

Um das Eis zu brechen und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, ließen sich die 31 Aussteller deshalb allerhand einfallen. Die Evangelische Altenhilfe informierte über verschiedene Berufsbilder im pflegerischen Bereich und servierte leckeren Saft. Bei der Firma A. Maier durften die jungen Leute eine rasante Runde im Rennwagen drehen – natürlich nur im Fahrsimulator. Bei J.G. Weisser mussten die Besucher ihre Team- und Kommunikationsfähigkeit unter Beweis stellen, um Klötze aufeinander zu stapeln oder eine vorgegebene Strecke mit einem Stift abzufahren. "Das ist eine gute Übung, nur im Team kommt man zum Ergebnis", erklärte Ausbildungsleiter Andreas Hilpert. Im Anschluss trauten sich doch etliche, nach einem Praktikumsplatz zu fragen. Räumliches Vorstellungsvermögen war am Stand der Zimmerei Schwarzwälder gefragt. Dort musste das hölzerne Rätsel um den Teufelsknoten gelöst werden.

Anatomische Kenntnisse beweist Lucy Allgaier vom Thomas-Strittmatter-Gymnasium (links) und setzt die Organe wieder richtig in den Mini-Torso ein. Pflegeschülerin Angelika Koslow vom Schwarzwald-Baar-Klinikum unterstützt sie.
Anatomische Kenntnisse beweist Lucy Allgaier vom Thomas-Strittmatter-Gymnasium (links) und setzt die Organe wieder richtig in den Mini-Torso ein. Pflegeschülerin Angelika Koslow vom Schwarzwald-Baar-Klinikum unterstützt sie.

Das Angebot auf der BAM richtete sich an Schüler aller Schularten. Damit nicht alle Schüler zeitgleich auf die Messe kamen, wurden die Schüler im Klassenverbund losgeschickt. So hatten alle Schüler die Gelegenheit, praktisch ohne Wartezeiten ins Gespräch mit den Beratern zu kommen. Das Konzept ging auf. "Wir haben gute und ernsthafte Gespräche geführt", zog Hans-Dieter Lauble von der SV-Versicherung eine positive Bilanz. Auch Ulrike Widmann, Einstellungsberaterin für die Polizei, konstatierte gute Kontaktaufnahmen und interessierte Gespräche.

Nur im Team schafft man es am Stand von J.G. Weisser, die Bauklötze aufeinander zu stapeln.
Nur im Team schafft man es am Stand von J.G. Weisser, die Bauklötze aufeinander zu stapeln.

Für Informationen rund um die Vielfalt, die beispielsweise das Handwerk oder Handel bieten, gaben die Berater der Handwerkskammer Konstanz beziehungsweise der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg Auskunft.

Schüler aller Schularten informierten sich auf der Berufs- und Ausbildungsmesse BAM. Bilder: Roland Sprich
Schüler aller Schularten informierten sich auf der Berufs- und Ausbildungsmesse BAM. Bilder: Roland Sprich