Nach der Wahl ist vor der Wahl. Es ist (immer noch) Wahlkampf in der sonnigen Bergstadt. Gut, die Bundestagswahl ist jetzt fast drei Wochen her und der Schwarzwald liegt nicht in Niedersachsen, wo an diesem Sonntag der Landtag gewählt wird. Trotzdem kann man in der Bergstadt bei einem Spaziergang noch mal schön in den Wahlkampf eintauchen, weil hier und da noch das ein oder andere Plakat um Stimmen kämpft, die es längst nicht mehr zu holen gibt. Das verkürzt auch ein wenig die Zeit, bis der St. Georgener mal wieder sein demokratisches Kreuzchen auf den Wahlzettel setzen darf. Den Bürgermeister erst frisch im Amt bestätigt, Landtagswahl hinter sich gebracht und Bundestagswahl gerade überwunden. Langweilig wird es werden, so ein Jahr 2018 ganz ohne Abstimmung im Wahllokal.

Im Bild zu diesem Text ist ein grünes Plakat eingefangen, weil es gleich in doppelter Ausführung in der Bahnhofstraße hängt. Ist ja auch schön da, seit sie auf Vordermann gebracht wurde. Aber, das sei fairerweise gesagt, auch über andere Parteien kann man sich an St. Georgens Laternenmasten noch vollumfänglich informieren. Besonders schön: Die Plakate der SPD, die sich, weil in Plastik verpackt, so richtig schön vollgesogen haben und entsprechend aussehen. So entstehen echte Unikate, die man aktuell noch rund um Stadthalle und Bildungszentrum bestaunen kann.

Fraglich ist natürlich, ob sie bis zur nächsten Wahl in der Stadt, den Kommunalwahlen in 2019, hängen bleiben sollten. Und ob Martin Schulz dann mit einem vollgesogenen Plakat in den St. Georgener Gemeinderat einzieht, bleibt nicht weniger fraglich. Schließlich ist seine Zeit in der Kommunalpolitik längst vorbei und an einem anderen Ort als am viel zitierten, selbstverständlich unnachahmlichen schönen, Würselen kann man sich den SPD-Vorsitzenden schließlich auch nicht vorstellen.

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