Pflanzen setzen statt Geschichte lernen und Unkraut jäten statt Mathe pauken: Acht Mädchen haben gestern beim bundesweiten Girls Day die Schulbank gegen den Garten eingetauscht. Bei der Garten- und Landschaftsbaufirma Wildigarten aus Villingen bekamen die Schülerinnen einen Einblick in den Beruf der Landschaftsgärtnerin.

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Im Schrebergarten des Obst-und Gartenbauvereins hinter dem Bahnhof haben die Schülerinnen von vier Schulen aus Villingen und Königsfeld unter anderem den Unterschied zwischen roten und schwarzen Johannisbeersträuchern gelernt und die Beete von Unkraut befreit.

Berufsbild ist vielfältig

„Wir wollen den Teilnehmerinnen die Vielfalt unseres Berufsbildes zeigen“, erklärt Claudia Wildi. Nach einer Betriebsbesichtigung ging es zum Übungsobjekt, dem Schrebergarten des St. Georgener Obst- und Gartenbauvereins. Unter Anleitung von Gesellin Zoë Hofmann durften die Schülerinnen dort kleine Flächen selbst beackern und zunächst von Unkraut befreien.

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Wie vielfältig das Berufsbild der Landschaftsgärtnerin ist, zeigte Zoë Hofmann auf. „Bei Neuanlagen von Gärten verlegen wir beispielsweise Leerrohre für Leitungen, machen Fundament und Pflasterarbeiten und setzen Pflanzen“, sagte sie. Ein weiteres Aufgabenfeld des Berufs ist die Gartenpflege, zu der beispielsweise das Vertikutieren, das Durchlüften von Rasenflächen, oder das Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern gehören.

Arbeit in der Natur kommt an

„Ich mag es draußen in der Natur zu arbeiten“, erklärte Schülerin Tabea, weshalb sie sich für den Girls Day beim Landschaftsgärtner entschieden hat.

Nachdem die Beete vom Unkraut befreit sind, dürfen die Teilnehmerinnen beim Girls Day im Schrebergarten des Obst- und Gartenbauvereins unter Anleitung von Landschaftsgärtnerin Zoë Hofmann Setzlinge in die Erde setzen.
Nachdem die Beete vom Unkraut befreit sind, dürfen die Teilnehmerinnen beim Girls Day im Schrebergarten des Obst- und Gartenbauvereins unter Anleitung von Landschaftsgärtnerin Zoë Hofmann Setzlinge in die Erde setzen. | Bild: Sprich, Roland

Im Laufe des Schnuppertages erfuhren die Schülerinnen auch, dass die Ausbildung in der Regel drei Jahre dauert und dass die Berufsaussichten hervorragend sind. „Diese Branche sucht dringend Fachkräfte, in jeder Position“, versicherte Claudia Wildi. Auch die Aufstiegsmöglichkeiten seien gut. Selbst Studiengänge zur Landschaftsarchitektin oder -Entwicklerin, für Baumanagement sowie Abschlüsse als Techniker oder Meister sind möglich.

Den Schülerinnen hat es jedenfalls großen Spaß gemacht, mit den Händen zu arbeiten und selbstständig Pflanzsetzlinge in die Beete zu pflanzen.