Verbände, Notrufe, stabile Seitenlage – beim jährlichen Helfertag an der Robert-Gerwig-Schule stand am Donnerstag alles unter dem Zeichen Erste Hilfe. Die Schüler der 3. und 4. Klassen lernten vom Schulsanitätsdienst, wie sie bei einem Hilfsfall richtig reagieren können. Dafür gab es vier verschiedene Stationen: Verbände binden, Notruf absetzen, stabile Seitenlage und zum ersten Mal einen verrauchten Raum, den die Jugendfeuerwehr mit Disconebel herrichtete.

Jede Station dauerte etwa 20 Minuten. "Das Motto heute lautet Kinder helfen Kindern", sagte Silke Schwinghammer, die den Schulsanitätsdienst betreut. Elf Mitglieder des Sanitätsdienstes aus den Klassenstufen sieben bis zehn bereiteten die Jüngeren auf den Ernstfall vor. "Die Schüler sollen alles mal ausprobieren", sagte Schwinghammer. "Das Falscheste, was man machen kann, ist nichts zu tun."

Verband binden und Notruf absetzen

Siebtklässler Luigi und Neuntklässler Kevin zeigten den Schülern, wie sie Fingerkuppenpflaster zuschneiden und anlegen sowie Verbände binden. Dafür haben sie reichlich Mullbinden, Verbandspäckchen, Pflaster und Scheren bereit gelegt. "Ein Verband muss nicht schön sein, sondern helfen", sagte Kevin zu Beginn. Dann durften die Viertklässler es selbst ausprobieren. "Für euren ersten Verband war das doch gar nicht schlecht", lobte der 15-jährige Schulsanitäter.

Auch beim Notruf absetzen lautete das Motto ausprobieren: "Die Schüler sollen merken, dass die Person am anderen Ende froh ist, wenn man anruft", sagte Schwinghammer. Man könne mit der Übung nicht früh genug anfangen. "Auch ein Drittklässler kann einen Notruf absetzen", sagte die Lehrerin.

Rettung aus Raum voller Rauch

Im verrauchten Raum der Jugendfeuerwehr kamen die Schüler in eine besondere Situation. "Man ist schnell orientierungslos, wenn Rauch im Raum ist", sagte die Leiterin der Kinderfeuerwehr, Claudia Kleiner, die mit drei Mitgliedern der Jugendfeuerwehr beim Helfertag dabei war. Die Schüler mussten aus dem verrauchten Raum eine Puppe retten. Was sie nach der Rettung machen müssen, dürften die Schüler nun ebenfalls wissen.