Langenschiltach (kim) Unglaubliche Berichte aus der Ukraine, wo die Familien in den vergessenen Dörfern wie vor 100 Jahren in alten Hütten und ohne Heizung leben, präsentierte in Liedern und Bildern die Musikgruppe Soruschka. Die vier jungen Frauen aus dem fernen Land gastierten auf ihrer Deutschland-Tournee auch in diesem Jahr wieder in der Kirche von Langenschiltach.

Rund 100 Besucher konnte Hans-Günter Götz, der in dem kleinen Stadtteil wohnt, begrüßen. Seine Familie engagiert sich seit vielen Jahren für die hungernden und frierenden Menschen in der Ukraine. "Der Name Soruschka heißt in deutscher Sprache Morgenröte", informierte Burkhard Rudat. "Unsere Mitarbeiter wollen verzweifelten Menschen leuchten wie die Morgenröte, die das Dunkel der Nacht vertreibt", erläuterte er.

Burkhard Rudat hatte mit seiner Frau Renate schon vor 26 Jahren das überkonfessionelle Hilfswerk Brücke der Hoffnung gegründet mit dem Ziel, bedürftige Familien in Osteuropa zu unterstützen.

Das Hilfswerk in der Nähe von Gießen hat auch eine Filiale in der Ukraine, die von einheimischen Sozialarbeitern geleitet wird. Dort blühen in der Villa Sonnenschein vernachlässigte und bettelarme Kinder buchstäblich auf. Hoffnungslos kommen sie in das Kinder- und Jugendzentrum und gehen auf der Brücke der Hoffnung, die ihnen dort angeboten wird, voll Gottvertrauen in eine bessere Zukunft. Sie können dort die Schule besuchen und eine Lehre absolvieren. Für behinderte Kinder gibt es ein eigenes Haus.

Renate Rudat stellte die Sängerinnen vor. Lena Uchnal leitet das Kinderzentrum und betreut die Kleinen therapeutisch, Sweta Beresniuk kümmert sich um die Patenschaften von Brücke der Hoffnung, Darina Panassenko ist Ausbildungsleiterin und Lisa Sacharowa ist zuständig für den Zufluchtsort.

Zum Schluss des ergreifenden Abends wurden den Besuchern Projekte für die Not leidenden Familien in Osteuropa empfohlen wie zum Beispiel Patenschaften, Geschenkpäckchen oder Geldspenden für das Hilfswerk Brücke der Hoffnung.