Die Gespräche zur Zukunft bei ebm-papst in St. Georgen sind einen Schritt weiter gekommen. Am Mittwoch fanden am Unternehmenssitz in St. Georgen erneut Verhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite statt. Uwe Acker, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Villingen-Schwenningen, sprach auf SÜDKURIER-Anfrage von konstruktiven Gesprächen.

Offene Gesprächsrunde

"Es gab Bewegung in den Gesprächen", sagt Uwe Acker. Die Verhandlungen würden in die richtige Richtung laufen, so Acker weiter, der für die Arbeitnehmer am Mittwoch am Tisch gesessen hat. Der Gewerkschaftssekretär spricht von einer offenen und ehrlichen Gesprächsrunde. Man versuche, gemeinsam einen Weg zu finden. Acker konnte am Mittwochabend noch nicht über weitere Details sprechen, weil auch die IG Metall erst intern über die Verhandlungsergebnisse sprechen wolle. Man werde seine Mitglieder direkt informieren, so Uwe Acker. Im Raum stand zuletzt die Forderung des Arbeitgebers, dass die Beschäftigten mehr arbeiten müssen, ohne dafür einen entsprechenden Lohnausgleich zu bekommen. In den angesprochenen Verhandlungen geht es nun darum, wie weit die Veränderungen zulasten der Angestellten gehen werden.

Ergebnis wohl Mitte Juni

Ein genaues Ergebnis werde es Mitte Juni geben. Dann sei eine Gesellschafterversammlung bei ebm-papst anberaumt. Auch die Gewerkschafter werden dann über die Ergebnisse informiert. Das oberste Ziel bleibe, so sagt der Gewerkschaftssekretär, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. "Wenn in Sachen Personal etwas passieren würde, dann sozial verträglich", so Uwe Acker.

Der Pressesprecher der ebm-papst-Gruppe, Hauke Hannig, sagte auf Anfrage, dass man sich gemeinsam mit der Arbeitnehmerseite äußern werde, sobald es eine Einigung in den Verhandlungen gebe. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man hierzu jedoch noch nichts sagen.