Wer in diesen Tagen in den Wäldern rund um St. Georgen Schwarzwaldidylle und unberührte Landschaft genießen wollte, wurde an einigen Stellen enttäuscht. Im Wald abgelegter Müll und die unrühmlichen Reste einer Grillparty am Waldrand vermiesen den Spaziergang.

Eine ganze Batterie von leeren Dosen und Flaschen zeugt von der Feier am Stockwald.
Eine ganze Batterie von leeren Dosen und Flaschen zeugt von der Feier am Stockwald. | Bild: Roland Sprich

Im Bereich Hiesemicheleshöhe hat ein Unbekannter eine Mikrowelle und einen Sack voller Plastikmüll an einem Waldweg entsorgt. Ein noch schlimmeres Bild bot sich am Waldrand im Oberen Stockwald. Auf einer Lichtung hinter dem Schützenhaus am Seilerberg, mit schönem Blick auf die Bergstadt, hat in den vergangenen Tagen offensichtlich eine ausgelassene Grillparty stattgefunden. Die Feierlustigen entzündeten dort ein Lagerfeuer direkt auf dem Waldboden, was angesichts der herrschenden Trockenheit grob fahrlässig ist. Die Partyteilnehmer ließen nach der Party leere Flaschen, Aluminium-Grillschalen und anderer Abfall einfach zurück.

Im Stockwald feierten Unbekannte eine ausgelassene Party mit einem Lagerfeuer. Ihren Müll ließen sie zurück.
Im Stockwald feierten Unbekannte eine ausgelassene Party mit einem Lagerfeuer. Ihren Müll ließen sie zurück. | Bild: Roland Sprich

Wie Melanie Reinl von der Stadtverwaltung auf Nachfrage erklärt, wird Müll, der auf städtischer Gemarkung liegen gelassen wird, von den Mitarbeitern des Bauhofs eingesammelt und entsorgt. "Dabei wird versucht, durch Hinweise im Müll oder durch Passanten den Verursacher ausfindig zu machen", sagt sie. Zudem werde das Abfallwirtschaftsamt des Landkreises informiert, das dann über weitere Maßnahmen entscheide. Etwa über die Auferlegung eines Bußgeldes oder Weiterberechnung anfallender Kosten durch die Müllbeseitigung, wenn der Verursacher bekannt ist.

Während das Liegenlassen der Überreste der Grillfete zumindest davon zeugt, dass die Feiernden offensichtlich keine gute Kinderstube genossen haben, ist das illegale Entsorgen von Müll kein Kavaliersdelikt. Es wird mit einem Bußgeld bestraft. Dabei variiert die Höhe des Bußgeldes je nach Art und Umfang des abgelegten Mülls. Bei kleineren Gegenständen wie Zigarettenschachteln, Pappbechern und Obstschalen beträgt das Bußgeld 5 bis 25 Euro. Größere Gegenstände, die einfach wild im Wald entsorgt werden, können zwischen 50 und 200 Euro Strafe nach sich ziehen. Voraussetzung ist, dass der Müllsünder anhand seines Mülls identifiziert werden kann. Im Schwarzwald-Baar-Kreis braucht niemand seinen Müll illegal im Wald entsorgen. In vielen Städten, darunter auch in St. Georgen, gibt es Wertstoffhöfe, die Plastik, Glas, Batterien und Grünschnitt bis zu Elektrogroß- und Kleingeräten, kostenlos annehmen. Zudem hat jeder Privathaushalt zwei Mal im Jahr die Möglichkeit auf kostenlose Sperrmüllabfuhr.