Organisieren, tüfteln und schnell sein – darum geht es beim Projekt „Formel 1 in der Schule“, bei dem auch in diesem Jahr wieder Schüler des St. Georgener Thomas-Strittmatter-Gymnasiums dabei sind. Sie entwickeln ein kleines Fahrzeug, das druckgasbetrieben auf einer Bahn möglichst schnell sein soll. Den aktuellen Stand hat das Rennteam am Freitag vorgestellt. Und klar, das Ziel ist nur allzu nachvollziehbar: Noch besser sein als im Vorjahr. Und einer, der in bisher allen drei Projekt-Jahren dabei war, ist Luca Sergio. Er ist optimistisch, dass die Bergstadt-Schüler ihr gestecktes Ziel erreichen werden.

Immer besser unterwegs

„Wir sind über die Jahre deutlich professioneller geworden“, sagt er. In diesem Jahr ist der 17-Jährige, der vor dem Abitur steht, vor allem dabei, um das Wissen aus den Vorjahren an eine neue Generation zu übergeben. Und zu dieser gehört Luca Granata, der, wie auch die Team-Mitglieder Louisa Broghammer, Johannes Kaspar und Florian Falk, in die 10. Klasse geht. „Wir treffen uns für das Projekt jeden Freitag“, sagt er. Aber auch ansonsten sei viel Engagement und Motivation nötig. Sponsoren finden, Termine ausmachen und natürlich am Wagen selbst tüfteln – all das kostet viel Zeit. Klar, dass auch der Spaß an der Sache nicht zu kurz kommen darf. Und das tut er natürlich nicht. Momentan ist ihr Fahrzeug, das erzählt der Schüler, etwas zu leicht. 55 Gramm sind das Mindestgewicht. Wer nah ran kommt und eine gute Aerodynamik entwickelt, kann mit Erfolgen rechnen. Eine Zeit von einer bis 1,2 Sekunden auf der 20-Meter-Bahn sei gut.

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Das große Rennen, der Regionalentscheid des weltweiten Wettbewerbs, folgt in etwa vier Wochen in Mannheim. Dort messen sich die St. Georgener Teams mit knapp 20 Mitstreitern aus Süddeutschland. Bei Erfolgen kann es in die nächste Runde zum bundesweiten oder sogar weltweiten Wettbewerb gehen. Verbesserungspotenzial im Vergleich zum Vorjahr habe man, so sagt Lehrer Jörg Zimmermann, der das Projekt mit seinem Kollegen Alexander Mosbacher betreut, vor allem beim Fahrzeug. Man kennt also die Stellschrauben. Das sorgt natürlich für zusätzlichen Ansporn. „Es macht einfach Spaß, mit motivierten Schülern an dem Projekt zu arbeiten“, sagt Alexander Mosbacher.

Talent wird gefördert

Aus pädagogischer Sicht sei das, was das Projekt auszeichnet, auch, dass das Talent der Schüler gefördert wird. Zusätzlich lernen sie, mit ihrem Budget zu haushalten. Sie akquirieren Sponsoren, sprechen mit ihnen und bestellen die Teile für das Fahrzeug selbst, um am Ende im Idealfall erfolgreich zu sein.