Beim Adventskonzert in der katholischen Kirche St. Georg ergänzten sich die Melodien des Glockenspiel-Ensembles harmonisch mit der dezenten Stubenmusik. Beide Gruppierungen sind Abteilungen des Trachtenvereins.

"Wir gastieren jedes Jahr während der Adventszeit in einer anderen Kirche", freute sich Beate Weisser. Sie ist nicht nur die Gründerin der Stubenmusik, die in diesem Jahr 20 Jahre alt wurde, sondern auch deren Leiterin. Den glänzenden Auftakt aber gestaltete die Glockengruppe mit dem Stück "Wenn ich einmal reich wäre" aus dem Musical Anatevka. Dieser Song ist weit über das Musical hinaus bekannt geworden und wurde wie die meisten Musikstücke von Martin Grießhaber arrangiert. Er begleitete mit dem Akkordeon die Glockenmusikgruppe, die von Martina Kopp geleitet wird. Der Medley "Wo die Wolga fließt", faszinierte das Publikum ebenso wie die beliebte Melodie vom "Weißen Rössel am Wolfgangsee."

Obwohl draußen sieben Grad Minus herrschten und die Kirche auch nicht übermäßig geheizt war, wurden die Herzen der rund 60 Konzertbesucher durch die einmalig schöne Musik erwärmt. Die 13 Trachtenträgerinnen trugen alle die originale St. Georgener Tracht mit Rosenhut und kurzen Puffärmeln, aber offensichtlich froren sie auch nicht. Mit viel Geschick und flinken Fingern bewegten sie die Kuhglocken und erzeugten damit zauberhafte Töne. Abwechselnd mit der heimeligen Stubenmusik wurden volkstümliche Melodien präsentiert.

Im zweiten Teil hielt dann die Vorweihnachtszeit mit dem gemeinsamen Lied "Macht hoch die Tür" Einzug in die Kirche. Weihnachtslieder wie zum Beispiel "Sterne der heiligen Nacht" und "Das Licht der Hirten" folgten. Zwischen den Liedern wurden heitere und besinnliche Geschichten vorgetragen, die zum Schmunzeln und Nachdenken anregten.

Martin Grießhaber wünschte zum Abschluss ein friedliches Weihnachtsfest und alle stimmten in den Kanon "Dona nobis pacem" ein. Nach dem Friedenslied wollte der begeisterte Applaus kein Ende mehr nehmen.