Denn wer zum ersten Mal eine Yoga-Stunde mitmacht, nimmt erst mal ein Duell mit der Schwerkraft auf – und verliert es. Es fängt einfach an, eine Dehnübung hier, eine Atemübung dort. Alles noch harmlos. Es folgt der berühmte herabschauende Hund und ehe man sichs versieht, ackert man in immer kurioser aussehenden Übungen das halbe Tierreich durch: die Kobra, die Heuschrecke, der Fisch, die Taube. Letztere hatte in meinem Fall übrigens eher etwas vom sterbenden Schwan.

So elegant sehen Yoga-Übungen beim ersten Versuch selten aus. (Symbolbild)
So elegant sehen Yoga-Übungen beim ersten Versuch selten aus. (Symbolbild) | Bild: Christin Klose, dpa

Kurz gesagt: Nach meiner ersten Yogastunde fühlte ich mich nicht gesund und schon gar nicht entspannt. Ich spürte Muskelkater an Stellen, an denen ich nicht einmal Muskeln vermutet hatte. Aber ich blieb dran, quälte mich immer wieder auf die Matte, verharrte in den unmöglichsten Positionen und glaubte daran, dass es nur besser werden konnte. Mittlerweile habe ich mich an die Bewegungen gewöhnt und festgestellt, dass Yoga tatsächlich ein probates Mittel gegen den Bürorücken ist. Und das herzhafte Lachen, wenn ich mich bei so manch absurder Verrenkung im Spiegel sehe, wirkt eigentlich auch ganz entspannend.