St. Georgen (spr) In Sachen virtueller Wissensvermittlung ist die Imsimity GmbH im Technologiezentrum ein Vorreiter. Mittels der Lernsoftware Cyber Classroom können Lerninhalte virtuell und dreidimensional vermittelt werden. Derzeit müssen Bildungseinrichtungen diese moderne Art des Lernens allerdings noch selbst finanzieren. Dass sich das vielleicht ändert, hofft Imsimity-Geschäftsführer Martin Zimmermann nach dem Besuch der SPD-Bundestagsabgeordneten Saskia Esken und Elvira Drobinski-Weiß.

Esken ist Mitglied im Ausschuss digitale Agenda im Bundestag, Drobinski-Weiß ist Mitglied unter anderem im Fachausschuss Verbraucherpolitik. Im Gespräch mit Jörg Zimmermann, Lehrer am St. Georgener Thomas-Strittmatter-Gymnasium, das seit einigen Jahren digitale Lernsoftware als Unterrichtsinstrument einsetzt und Norman Singer, Lehrer an der Feintechnikschule in Schwenningen (FTS), ließen sich die Politikerinnen von den bisherigen Erfahrungen aus dem Bereich des digitalen Lernens berichten.

Jörg Zimmermann sagte, dass es in der Mittelstufe in Klasse 7 bis 9 durchaus noch Differenzierungen gebe, um den Cyber Classroom als Lernmedium anzunehmen. "Spätestens in der Kursstufe wird es als Arbeitsgerät angenommen." Allerdings hänge der Zugang zum digitalen Lerninhalt auch davon ab, wie der Lehrer das Medium einsetze. Fachlehrer Norman Singer kann bei seinen Schülern immer wieder denselben Effekt feststellen. "Durch den Wow-Effekt sind die Schüler motiviert und anders bei der Sache", erläuterte er.

Imsimity-Geschäftsführer Martin Zimmermann stellte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der virtuellen Lerninhalte vor, die neben schulischem auch für Ansprüche auf universitärem Niveau entwickelt werden. Er hofft, dass die beiden Politikerinnen mit ihrem Besuch Impulse für ihre Arbeit in Berlin bekommen haben. "Generell ist die Frage, wie wir als kleines Unternehmen von der digitalen Entwicklung partizipieren können."

Bislang sei der St. Georgener Softwareentwickler bei der Verteilung von Fördermitteln leer ausgegangen. "Es wäre wünschenswert, wenn unsere Entwicklungen in Berlin Beachtung fänden und uns für unsere Arbeit auch irgendwann eine Förderung widerfährt."

Intensiver lernen

Mit der Lernsoftware Cyber Classroom können Schüler Lerninhalte dreidimensional vermittelt werden. So wird beispielsweise ein Spaziergang durch das menschliche Ohr oder die Betrachtung des Blutkreislaufs ein virtuelles Erlebnis, der Lernstoff wird intensiver aufgenommen. (spr)