Mit einem symbolischen Spatenstich startete am Montag der zweite Bauabschnitt für die Breitbandversorgung in Peterzell. Bis Ende des Jahres sollen alle Glasfaseranschlüsse betriebsbereit sein.

Gerd Scheuermann vom beauftragten Ingenieurbüro SBK legte technischen Daten vor. Die zu verlegende Rohrlänge beträgt 4400 Meter, insgesamt 32 Kilometer Glasfaserkabel werden benötigt, um die 160 Hausanschlüsse sowie die verschiedenen Verteiler und die Hauptstation zu verbinden. Daneben werden rund 2000 Quadratmeter Asphalt ausgebaut und gegen Pflasterfläche ausgetauscht. Gleichzeitig Anschluss werden in die offenen Gräben 2000 Meter Leerrohre für den Energieversorger EGT sowie auf 480 Metern Länge eine Gasleitung für das Sportheim des FC Viktoria verlegt. "Peterzell erhält hier durch den Zweckverband das modernste Netz."

Heiko Zorn vom Zweckverband Breitbandversorgung des Schwarzwald-Baar-Kreises bezifferte die Kosten. Demnach fließen, zusammen mit Arbeiten in St. Georgen, insgesamt 917 000 Euro in den zweiten Bauabschnitt, davon knapp 370 000 Euro als Zuschüsse. Die Stadt muss 548 000 Euro beisteuern. "Das ist rein für das Ortsnetz. Den Backbone, also die Hauptleitung, finanziert der Landkreis", betonte Zorn.

Stadtbaumeister Alexander Tröndle dankte insbesondere Ortsvorsteher Klaus Lauble und den Peterzeller Bürgern für das Verständnis, das sie für die große Baumaßnahme aufbringen. "Es ist toll, dass hier in die Zukunft investiert wird."

Zu der Kritik bezüglich der Qualität der Bauarbeiten und Vorgehensweise, dass die Bürger nicht rechtzeitig informiert worden seien, äußerten sich die Verantwortlichen so, dass die Arbeiten schneller stattfinden können als vorgesehen. "Wir haben uns teilweise selbst überholt", sagte Zorn. Josef Altmann von der Baufirma KTS sagte, dass es bei einer Baumaßnahme dieser Größenordnung immer vorkommen könne, dass nicht alles reibungslos läuft. Teilweise arbeiteten in St. Georgen und Peterzell zusammengenommen mehrere Kolonnen mit zwischen 40 und 60 Arbeitern. Dass die Anwohner von den Bauarbeiten und aufgerissenen Gräben zu überrascht gewesen seien, konnte Scheuermann allerdings nicht nachvollziehen. "Es kann mir keiner erzählen, dass er nicht sieht, dass hier gebaut wird." Scheuermann lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Stadt, Baufirma und Zweckverband.

Ortsvorsteher Klaus Lauble sagte, die Peterzeller Bürger können sich glücklich schätzen, dass die Maßnahme so schnell umgesetzt werde. Er hofft weiterhin auf das Verständnis der Bürger für die Arbeiten.