Das neue Schuljahr beginnt mit einem Missverständnis. „Die Ratte springt“, antwortete ein Schüler auf die Frage von Realschulrektor Hubert Ilka, was denn auf seiner Krawatte zu sehen sei. Tatsächlich, so versicherte der Rektor bei der gestrigen Begrüßung der neuen Fünftklässler in der Stadthalle, sei da eine Maus aufgedruckt, die Hürden überwindet.

„Die ziehe ich immer zu schwierigeren Anlässen an, wenn ich etwas nervös bin“, fügte er hinzu. Grund dazu gab es zumindest aus seiner Sicht nicht viel, denn mit insgesamt 96 Schülern sei die fünfte Stufe der St. Georgener Realaschule so groß wie schon lange nicht mehr, so der Rektor.

Zur Begrüßung kommen auch Familienmitglieder

Diese wurden auf vier Klassen aufgeteilt, was auch der eigentliche Grund für die Anspannung an diesem Donnerstagmorgen war. „Das lange Warten hat heute ein Ende und es wird sich aufklären, wer mit wem in eine Klasse kommt und wer die Klassenlehrerin wird“, sagte Ilka. Dazu waren nicht nur die Schüler selbst in die rappelvolle Stadthalle gekommen, sondern auch Eltern, Geschwister und Großeltern.

Wie fast immer bei größeren Anlässen der Realschule wurde das Programm von den jungen Musikern der Rock-AG um Musiklehrer Stefan Hilger eingerahmt. Dieser nutzte die Gelegenheit vor Publikum auch gleich, um potenzielle neue Mitglieder für seine Formation zu werben. „Ich bin sicher, dass sich auch unter den diesjährigen Fünftklässlern wieder einige talentierte Musiker befindena“, sagte er. Immerhin: zwei Posaunenspieler und einige Sängerinnen hat er auf Anhieb ausfindig gemacht.

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Weil es künftig nicht nur ums freudige Musizieren gehen wird, sondern auch so manche schweißtreibende Lernanstrengung auf die Schüler wartet, gab es von Rektor Ilka noch einen praktischen Tipp für den künftigen Schulalltag, bevor die Schüler schließlich auf die vier neuen Klassen aufgeteilt wurden. „Lasst euch nicht von den ‚Coolen‘ beeinflussen, die vor den Prüfungen behaupten, gar nicht gelernt zu haben“, mahnte er. „Denn häufig stimmt das überhaupt nicht, und falls doch, dann ist es zumindest nicht besonders klug.“