Ein Hauch von Abenteuer wehte durch das Forum am Bahnhof, als Boris Pokupec und Sonja Keinhorst von ihrer Teilnahme am Panda Raid, einer Rallye speziell für den Fiat-Kleinwagen, berichteten. Als einzige deutsche Teilnehmer von 375 Teams schafften sie die 3000 Kilometer lange Strecke von Madrid nach Marrakesch mit einem umgebauten Fiat Panda.

Die Besucher im Forum am Bahnhof bestaunen den Originalpanda, mit dem Boris Pokupec und Sonja Keinhorst am Panda Raid teilgenommen haben.
Die Besucher im Forum am Bahnhof bestaunen den Originalpanda, mit dem Boris Pokupec und Sonja Keinhorst am Panda Raid teilgenommen haben.

„Wer am Panda Raid teilnimmt, handelt gegen den gesunden Menschenverstand.“ Diese Aussage stammte nicht etwa von Boris Pokupec und Sonja Keinhorst, sondern war ein Warnhinweis im Roadbook, das den Teilnehmern anhand von Pfeilen und Geschwindigkeitsangaben den Weg wies. Wie treffend diese Formulierung war, sollte das Duo schnell spüren.

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„Losfahren und Spaß haben“, sei die Vorstellung gewesen, wie Sonja Keinhorst schilderte. Dass es nicht ganz so einfach war und welche Herausforderungen das Team aus Brigach bewältigen musste, schilderten Pokupec und Keinhorst den rund 120 Zuhörern, mit zahlreichen Fotos und Videosequenzen unterlegt. Angefangen vom cleveren Herrichten eines schrottreifen Fiat Pandas zum rallyetauglichen Fahrzeug, der am Ende mit Standheizung und bequemer Liegefläche zum Minicamper mutierte, bis zu nächtlichen Reparaturaktionen in der Wüste ließ das Team die Zuhörer hautnah teilhaben an dem zweiwöchigen Abenteuer. „Unser Ziel war anzukommen, die Geschwindigkeit spielte dabei keine Rolle.“

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Dass sie es am Ende tatsächlich geschafft haben, nicht nur in Marrakesch anzukommen, sondern mit dem Panda auch die Rückreise in den Schwarzwald bis auf eine gebrochene Blattfeder problemlos schafften, grenzte für die beiden Teilnehmer fast schon an ein Wunder. Ihren Vortrag nutzten Boris Pokupec und Sonja Keinhorst auch dazu, einen humanitären Ansatz des Panda Raid zu unterstützen.

Sonja Keinhorst und Boris Pokupec schildern in einem mit zahlreichen Fotos und Videos unterlegten Vortrag ihre Erlebnisse beim Panda Raid.
Sonja Keinhorst und Boris Pokupec schildern in einem mit zahlreichen Fotos und Videos unterlegten Vortrag ihre Erlebnisse beim Panda Raid.

So werden von dem Organisationsteam marokkanische Crewmitglieder angeheuert, die die Fahrzeuge während der Rallye reparieren. Das ihnen dafür zur Verfügung gestellte Werkzeug dürfen die Arbeiter anschließend behalten, um sich damit kleine Existenzen als Autoschrauber aufzubauen. Neben Werkzeugspenden von regionalen Unternehmen klingelte am Ende auch die Spendenkasse. Ingsesamt kam eine Spendensumme von rund 350 Euro zusammen.