Wenn Thomas Eisele in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Pfarrgemeinderats ans Mikrofon tritt, wird es ruhig in der Unterkirche. Denn die Anwesenden wollen hören, wie sich die Seelsorgeeinheit St. Georgen-Tennenbronn (SE) in diesem Jahr entwickeln wird.

In der Regel haben Ansprachen zu Neujahrsempfängen den Auftrag des Rückblicks auf das vergangene Jahr und den Ausblick auf das neue, bevorstehende Jahr, verkündet Eisele. Solche Ereignisse und Prozesse seien mit dem Jahreswechsel nicht abgeschlossen und anstehende Aufgaben nicht an den Zeitraum eines neuen Jahres gebunden, so Thomas Eisele. "So sehr wir es uns manchmal wünschen, Altes oder Vergangenes abzuschließen, zu erledigen, uns von Ballast zu lösen, einen Schlussstrich zu ziehen, neu zu beginnen – es klappt nicht immer." Man wolle verstärkt und gezielt das Gespräch mit den Gruppierungen und den Gemeindeteams suchen, sie in Prozesse einbeziehen und aktiv mitgestalten lassen. Dieser Plan habe mit dem Jahreswechsel nichts an Aktivität verloren, so der Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Bereits in der Vergangenheit hat Eisele die Pastoralkonzeption für die Seelsorgeeinheit angesprochen. Als Schwerpunktthemen sind das Zusammenwachsen und die Weiterentwicklung der ökumenischen Zusammenarbeit genannt. Hierbei sei das gemeinsame Erscheinungsbild wichtig.

Neues Logo

Symbolisch dargestellt sind hierbei die topografischen Standorte der Seelsorgeeinheit St. Georgen auf dem Berg und Tennenbronn im Tal. Das unterbrochene Kreuz, als Doppelkreuz deutbar, symbolisiere die beiden Teilgemeinden, erklärt Eisele. Das neu geschaffenen Logo ist gleichzeitig auch das neue Siegel der Seelsorgeeinheit.

Als weiteres Ziel nannte Thomas Eisele die Weiterentwicklung der Ökumene. So solle das gemeinsame Wirken weiter vorangetrieben und "Eckpfeiler" gesetzt werden. Nun ist auch amtlich: Pfarrer Paul Dieter Auer wird zu 1. August 2019 in Ruhestand gehen und in seine Wahlheimat Spanien ziehen. Die Verabschiedung wird im Gottesdienst am 21. Juli erfolgen.

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Eisele mahnte: "Oft sind wir entmutigt, wenn aufkeimende Veränderungsideen durch verwaltungstechnischen Überfluss verschüttet werden." So sagt der Pfarrgemeinderatsvorsitzende weiter, das Ausmaß der den Stiftungsräten auferlegten Aufgaben und letztlich aber beschränkten Entscheidungsmöglichkeiten "haben das ertragbare Maß meines Erachtens inzwischen längst überschritten". Aufgrund der abnehmenden Zahl der Kirchenmitglieder und Gläubigen und der geringer werdenden Zahl an Priestern und Hauptamtlichen stünden neue umfassende Veränderungen der pastoralen Strukturen auch bei den Verwaltungsaufgaben an, hat Eisele dem Konradsblatt entnommen.

Eisele dankte auch den Sternsingern. Sie haben für das Partnerschaftsprojekt für die Sonderschule für behinderte Kinder "Fey Alegria 42" gesammelt. So sagt Thomas Eisele: "Die Kinder dürfen stolz sein auf ein Sammelergebnis von über 11 699 Euro in Tennenbronn und fast 10 000 Euro in St. Georgen."