Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Sonntagmorgen auf der Landesstraße 175 zwischen Brigach und Rohrbach. Aufgrund von Straßenglätte geriet eine Autofahrerin ins Schleudern und prallte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Dabei wurden fünf Personen verletzt, eine davon schwer.

Video: Sprich, Roland

Der Unfall ereignete sich gegen 10 Uhr auf der L 175 im Obertal. Kurz nach dem Gasthaus Engel geriet die Fahrerin eines mit drei Personen besetzten blauen Kombis am Ende einer langgezogenen Rechtskurve infolge glatter Straße ins Schleudern und auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender, mit zwei Personen besetzter BMW aus dem Raum Böblingen hatte keine Chance auszuweichen. Beide Fahrzeuge stießen frontal zusammen.

Keine Chance hatten die Insassen dieses BMW. Sie wurden bei dem Unfall verletzt.
Keine Chance hatten die Insassen dieses BMW. Sie wurden bei dem Unfall verletzt. | Bild: Sprich, Roland

Der Unfall erforderte ein Großaufgebot an Rettungskräften. Die Besatzungen von fünf Rettungswagen, die aus Villingen, Triberg, St. Georgen und Furtwangen alarmiert wurden, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge und Rettungshubschrauber Christoph 11 waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und in umliegende Kliniken zu bringen. Die St. Georgener Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften aus. Diese kümmerten sich um die Absicherung der Unfallstelle, Sicherstellung des Brandschutzes und Aufnahme von Fahrzeugflüssigkeiten. Außerdem übernahmen Feuerwehrleute auch die Betreuung der leichter verletzten Fahrzeuginsassen.

Auf der Fahrbahn ist ein Trümmerfeld.
Auf der Fahrbahn ist ein Trümmerfeld. | Bild: Sprich, Roland

Die L 175 wurde für die Landung des Rettungshubschraubers und während der Dauer der Unfallaufnahme für mehr als eine Stunde voll gesperrt. Der Verkehr wurde über Oberkirnach und Kesselberg umgeleitet.

Feuerwehrleute sichern den Landeplatz für den Rettungshubschrauber.
Feuerwehrleute sichern den Landeplatz für den Rettungshubschrauber. | Bild: Sprich, Roland

Wie ein Augenzeuge gegenüber dem SÜDKURIER sagte, sei die Straßenglätte in dem Bereich, in dem der Unfall passierte, „innerhalb weniger Minuten“ entstanden. An der Stelle, an der Unfall passierte, ist das Tempo auf 80 Stundenkilometer begrenzt. Ob überhöhte oder zumindest nicht angepasste Geschwindigkeit mit als Ursache für den Zusammenstoß sind, muss die Verkehrspolizei Zimmern ermitteln, die die Bearbeitung des Unfalls übernommen hat. Auf der L 175 kommt es im Herbst und Winter immer wieder zu Unfällen bei Straßenglätte, da Teile der Fahrbahn im Schattenbereich liegen und Autofahrer von den wechselnden Straßenverhältnissen überrascht werden.