Eine übersichtliche Farbskala ordnet im Jahresprogramm des Schwarzwaldvereins die Unternehmungen nach Schwierigkeiten. Das ist aber nicht die einzige Neuerung für das kommende Wanderjahr. Kirsten Heinzmann, neben Uta Loreit Vorsitzende des Vereins, sieht im Programm einige Anregungen für schöne Naturerlebnisse für alle Altersgruppen.

Wanderwart Peter Meixner, für die Zusammenstellung des Tourenkalenders verantwortlich, freut sich insbesondere darauf, die 2017 begonnene Serie "After Work Walking" fortzusetzen. Die stand teils im Wetterpech, hat aber auch mit den Wanderzeiten unter der Woche Jüngere und Berufstätige abgeholt. Das erste After-Work-Walking startet deshalb am Montag, 14. Mai, 18 Uhr, am Wanderparkplatz Staude.

Neu ist eine Kooperation mit der Ortsgruppe Donaueschingen. Vom 25. Mai bis 2. Juni führt eine Wanderreise nach Südpolen mit Stadtbesichtigungen in Breslau und Krakau sowie Wanderungen in der Hohen Tatra. Der Hintergrund liege darin, dass einzelne Ortsgruppen kaum mehr in der Lage seien, eine ausreichende Anzahl von Teilnehmern zusammenzubringen. Langfristig werde man das Kooperationsmodell mit benachbarten Vereinen auch bei kleineren Vereinen anstreben, so Heinzmann. Ein Saison-Höhepunkt soll auch das viertägige Wellness-Wandern Anfang Oktober in den Allgäuer Alpen werden, wo sich 4-Sterne-Wellness mit Halb- und Ganztagswanderungen kombinieren.

Die Wanderschuhe sind gerichtet: Der Schwarzwaldveren lässt Gegend und Natur entdecken. <em>Bild: Jens Wursthorn</em>
Die Wanderschuhe sind gerichtet: Der Schwarzwaldveren lässt Gegend und Natur entdecken. Bild: Jens Wursthorn

Deutlich mehr findet vor Ort statt. Fortgesetzt wird der Rote-Raute-Treff mit nicht nur naturbezogenen Themen. Am 20. Juni geht es um die Biber am Klosterweiher, am 29. Juli um das Insektensterben, am 30. August wird ein Bauerngarten besucht und am 19. September geht es in die Kunstsammlung Grässlin. Im Kalender vormerken lassen sich schöne Touren in der näheren Umgebung. Genannt seien Beispiele. Der Gengenbacher Tälerpfad ist am 25. März das Ziel, von Rielasingen bis Gaienhofen geht es am 15. April und Villingen zu Fuß steht am 15. Mai an. Eine gemütliche Feldbergtour (23. Juni), der Glaswaldsee (8. Juli), der Brend (15. September) oder das Durbacher Weinpanorama (29. September), die Donauversicherung (14. Oktober) oder eine Tour durch das Gutachtal (4. November) verleiten dazu, die Wanderschuhe zu schnüren. Das Prinzip Hoffnung prägt die letzte Tour des Jahres. Am 22. Dezember will die Gruppe um Thomas Scholz bei der zweiten Wanderung im Schwenninger Moos endlich den Titel gebenden Vollmond sehen.

Am 1. Mai wird die Saison im Lindenbüble eröffnet. "Das Wanderheim kommt bei Familien gut an", so Kirsten Heinzmann. Im Sommer übernachten vielen Grundschulklassen dort. Dennoch reicht dieses Erlebnis offenbar nicht, die vor einigen Jahren "eingeschlafene" Familiengruppe zu reaktivieren.

 

Der Verein

Die Ortsgruppe St. Georgen des Schwarzwaldvereins wird 2018 130 Jahre alt. Weil vor fünf Jahren das 125-jährige Bestehen groß gefeiert wurde, wird dieses Jahr eher nicht gefeiert. Die Wandertouren stehen Gästen über einen beliebigen Zeitraum stets frei. Die Mitgliedschaft kostet für Einzelmitglieder 26 Euro pro Jahr. Lebenspartner und Jugendliche zahlen 11 Euro, Famiien 37 Euro und Firmen und Körperschaften 50 Euro. (wur)