Drei aktuelle und höchst interessante Vorträge gab es für Landwirte im Brigachhaus zu hören. Zum Thema Trockenheit und Wasserversorgung referierte Michael Dold, Geschäftsführer des kommunalen Wasserversorgers Aquavilla. Christoph Kleiner, Kommandant der St. Georgener Feuerwehr, informierte über die zusätzlichen Aufgaben, die die Feuerwehr im Zusammenhang mit der Trockenheit leistet und Hauptkommissar Heinz Haarlammert aus Münster hatte sich die Verkehrssicherheit in der Landwirtschaft als Thema gewählt.

Hans- Dieter Laube (von links), Jessica Pfaff, Hauptkommissar Heinz Haarlammert, Feuerwehrkommandant Christoph Kleiner, Aquavilla-Geschäftsführer Michael Dold und Alen Arakilyan zeichnen für drei informative Vorträge für Landwirte zu aktuellen Themen verantwortlich.
Hans- Dieter Laube (von links), Jessica Pfaff, Hauptkommissar Heinz Haarlammert, Feuerwehrkommandant Christoph Kleiner, Aquavilla-Geschäftsführer Michael Dold und Alen Arakilyan zeichnen für drei informative Vorträge für Landwirte zu aktuellen Themen verantwortlich. | Bild: Rita Bolkart

"Am liebsten wäre es mir, wenn es ausgiebig regnet", kommentierte Michael Dold die prekäre Wassersituation bei der Veranstaltung der Sparkassen-Versicherung. Er riet den Landwirten mit Eigenwasserversorgung, die Quellschüttung regelmäßig zu kontrollieren. In den vergangenen drei Wochen habe er es öfter erlebt, dass das Wasservolumen urplötzlich regelrecht eingebrochen war. Außerdem empfahl er den Landwirten, sich frühzeitig Gedanken zu machen, wie im Notfall der Hof mit Wasser versorgt werden könnte.

Meldungen über Wasserengpässe im Außenbereich nähmen im westlichen Kreisgebiet wöchentlich zu, berichtete Michael Dold weiter. Er informierte darüber, dass eine Ersatzwasserversorgung in jedem Fall beim Wasserversorger und dem Gesundheitsamt meldepflichtig wäre. "Wenn es anstelle Regen schneit, haben wir erst recht ein Problem", bewertete er die Situation für die Wintermonate.

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Die Außenbereiche an das kommunale Versorgungsnetz anzuschließen, bringe nicht nur hydraulische Herausforderungen, sondern auch hygienische Probleme mit sich, da der Wasserdurchlauf in den meisten Fällen zu gering wäre, ergänzte Dold. Er plädierte deshalb dafür, dass die Außenbereiche sich nachhaltig und langfristig selbst mit Wasser versorgten. Mit Spannung erwarte er die Ergebnisse des Klimapasses für den Landkreis, der demnächst vorgestellt werden sollen.

"Wir fahren seit dem Sommer Wasser", bestätigte Stadtkommandant Christoph Kleiner. "Seit zwei, drei Wochen sind wir verstärkt im Einsatz". Während bisher die Krisengebiete im Bereich Stockwald und Sommerau lagen, hätten sie sich in diesem Jahr deutlich erweitert. Er wies die Landwirte darauf hin, dass die Wassertransporte der Feuerwehr sich auf Nutzwasser beschränkten und kein Trinkwasser wären.

Die Tendenz sei eindeutig und "wir können nur kurzfristig helfen", so Christoph Kleiner weiter. Zur Unterstützung der Feuerwehr plädierte er für die Instandhaltung der Löschwasserteiche und regte an, landwirtschaftliche Transportanhänger gemeinsam mit der Feuerwehr aufzulisten. Dies könnte bei Flächenbränden in schwierigem Gelände künftige Kooperationen erleichtern.

Hauptkommissar Heinz Haarlammert schließlich nahm sich die Verkehrssicherheit landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte vor. Landwirtschaftliche Transporte mit Übermaßen sowie der Führerschein nahmen in seinem Vortrag vor den Landwirten einen großen Raum ein.