Unter dem Motto „Steh auf und spiel“ hat die Robert-Gerwig-Schule nun ein Schulprojekt abgeschlossen. Ein ganzes Schuljahr hatte die Werkklasse insgesamt sechs Steh-Spiele für die Ganztagsschule gebaut, darunter zwei Dominos und vier Quiz Spiele. Michael Lichei und Silke Schwinghammer, Lehrer der Robert-Gerwig-Schule, begleiteten das Projekt.

Der Förster zeigt, wie es richtig geht

„Finanziert wurde das Projekt von der Ravensburger-Stiftung, der wir am Anfang des Jahres unsere Ideen zugeschickt haben“, erzählt Silke Schwinghammer. Bevor die acht Schüler der Werkklasse aber zu arbeiten anfingen, haben sie einem Förster und einem Sägewerk noch einen Besuch abgestattet. „Der Förster hat uns erklärt, welches Holz gut verarbeitet werden kann und wir haben in dem Sägewerk auch gesehen, wie Holz verarbeitet wird“, erzählt Silas, der bei dem Projekt mitgemacht hat.

Arman zeigt ein Frage- und Antwort-Spiel, das die Schüler selbst gebaut haben.
Arman zeigt ein Frage- und Antwort-Spiel, das die Schüler selbst gebaut haben. | Bild: Lea Spormann

Um dann die Ideen zu verwirklichen, fuhr die Werkklasse – bestehend aus acht, neun- bis zwölf-jährigen Kindern – jeden Montag mit dem Zug nach Donaueschingen, um in der Gewerbeschule gemeinsam mit Schreinerlehrer Thomas Wolf zu werkeln. Dort lernten sie zu Sägen, zu Schleifen und auch Holz zu lackieren. „Die Ideen kamen größtenteils von den Kindern, wir haben nur zusätzlichen Input gegeben. Wir wollten einfach Spiele, bei denen die Kinder nicht wieder Sitzen, sondern auch mal Bewegung bekommen und stehen“, sagt Silke Schwinghammer.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Domino, das bei dem Projekt entstanden ist, hängt nun in bunten Farben in jeweils zwei Räumen der Ganztagesbetreuungseinrichtung. Hier geht es nur darum, die Steine umzuwerfen und anschließend wieder aufzustellen, was ein schön anzusehendes Farbenspiel erzeugt. Die Quizspiele sind ebenfalls bunt gestaltet und wurden von den Kindern jeweils in Zweiergruppen gemacht. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, mit Spaß sogar etwas zu lernen.

Bild: Lea Spormann

Karteikarten aus Holz

Von den vier haben sie jeweils zwei Quiz mit Mathe gemacht, eins mit Englisch und eins rund um die Eisenbahn. Das Spiel funktioniert im Prinzip wie eine Karteikarte. Auf der einen Seite der Holzplatte steht die Frage, wie etwa eine Rechenaufgabe. Klappt man die Platte anschließend um, steht dort die Antwort. Zwar kann keines der Kinder sich nach diesem Projekt nun eine handwerkliche Karriere vorstellen, aber sie sind sich einig, dass sie viel Freude bei der Arbeit hatten.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €