Zahlreiche Eltern stehen in diesen Tagen und Wochen vor der Entscheidung, welche weiterführende Schule die Richtige ist, wenn ihr Kind nach den Sommerferien die Grundschule verlässt. Unterstützung bei dieser wichtigen Entscheidung gaben die Realschule mit einem Tag der offenen Tür und das Thomas-Strittmatter-Gymnasium (TSG) mit einem Tag der Profile. Beide Schularten im Bildungszentrum auf dem Rossberg gaben am Freitag, beziehungsweise am Samstag, Einblicke in ihr pädagogisches Profil und warben um die Schüler.

Versuch mit Showeffekt: Mit einer Stichflamme explodiert der mit Wasserstoff gefüllte Luftballon.
Versuch mit Showeffekt: Mit einer Stichflamme explodiert der mit Wasserstoff gefüllte Luftballon. | Bild: Sprich, Roland

Aus der Sicht der Eltern konnte die Elternbeiratsvorsitzende der Realschule, Bärbel Hölzl, nachvollziehen, welche Fragen den Eltern unter den Nägeln brennen. Wie ist die Umgebung, wie wird das Kind gefördert? „Der Schulwechsel ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Selbständigkeit.“ Es sei beruhigend zu wissen, dass die Schule stets den Bedürfnissen der Kinder angepasst werde. Dank Mensa und Kiosk sei es für die Kinder zudem nicht notwendig, dass sie ihr Mittagessen in der Stadt besorgen müssen.

Rektor Hubert Ilka bestätigte die interessierten Eltern. „Sie haben die richtige Schule ausgesucht.“ Das hier angestrebte Bildungsziel sei die Mittlere Reife. „Das heißt nicht, dass es hier nicht auch Spaß macht. Aber man muss sich anstrengen, sonst wird es zäh.“ Sollten Eltern hier Bedenken haben, dass die Realschule die richtige weiterführende Schule ist, legte Ilka den Eltern ans Herz, auf die Empfehlung der Lehrer an der Grundschule zu hören.

Was ist denn das? Unterm Mikroskop können die Schüler beim Tag der Profile des Thomas-Stritmatter-Gymnasiums winzige Elemente begutachten.
Was ist denn das? Unterm Mikroskop können die Schüler beim Tag der Profile des Thomas-Stritmatter-Gymnasiums winzige Elemente begutachten. | Bild: Sprich, Roland

Für das Thomas-Strittmatter-Gymnasium sagte Schulleiter Ralf Heinrich, dass Eltern ihren Kindern auch etwas zutrauen sollten. „Wenn sie ihren Kindern nichts zutrauen, trauen diese sich selbst auch nichts zu“, so Heinrich bei der Präsentation des pädagogischen Profils, bei der er auch die sichere Atmosphäre und das gute Lernumfeld hervorhob.

Beide Schulen präsentierten sich von ihrer besten Seite und begrüßten die Besucher musikalisch mit den schuleigenen Bands und Orchestern. Anschließend bekamen die Eltern und vielleicht künftigen Schüler theoretische und praktische Einblicke in die Unterrichtsstrukturen. Wie funktioniert der Schulsanitätsdienst, der in Kooperation mit dem Jugendrotkreuz aufgebaut wurde. Wie läuft der naturwissenschaftliche Unterricht ab? Welche Lernmedien stehen zur Verfügung? Dabei durften auch die Eltern auf der Schulbank Platz nehmen und sich beispielsweise in das pädagogisch-didaktische Konzept Mathematik am TSG einführen lassen. „Wir machen hier in lockerer Atmosphäre Mathematik und wollen den Schüler die Angst vor dem Fach nehmen“, erläuterte Mathematiklehrer Rainer Neff. Auch, dass der Taschenrechner erst ab der siebten Klasse eingesetzt wird und davor zwei Jahre Kopfrechnen gefordert wird, erfuhren die Eltern.

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Währenddessen konnten die Schüler Naturphänomenen auf die Spur kommen. Ein Schokokuss, der sich unter einer Vakuumglocke zu einem Vielfachen seiner Größe aufbläst und später wieder in sich zusammenfällt, verblüffte die Schüler ebenso wie Experimente mit wasserstoffgefüllten Luftballons. Im Bereich Technik konnten die angehenden Realschüler wiederum elektrische Schaltkreise herstellen.