Wie kann unnötiger Müll vermieden werden? Und was kann die Welt gerechter machen? Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich die schulübergreifende Eine-Welt-AG in Zusammenarbeit mit dem Fairtrade-Schulnetzwerk St. Georgen beschäftigt – mit Erfolg. Denn der freiwillige Einsatz der Schüler ist nun vom Förderverein „Demokratisch Handeln“ ausgezeichnet und für den Deutschen Engagementpreis nominiert worden.

Besuch der Lernstatt

Ende vergangenen Jahres hatte sich das Fair-Trade-Team für das Förderprogramm „Demokratisch Handeln“ beworben und im März die Zusage dafür erhalten. Im Zuge des Förderprogramms fährt eine kleine Auswahl der Schüler nächste Woche von Dienstag, 12. Juni bis Donnerstag, 14. Juni, zur sogenannten Lernstatt nach Hamburg.

Preisverleiher wie der Förderverein „Demokratisch Handeln“ dürfen jährlich ihre Preisträger für den Deutschen Engagementpreis vorschlagen. Das hat der Förderverein nun mit seinen Preisträgern aus St. Georgen getan.

Demokratie im Vordergrund

Insgesamt 217 Projekte wurden beim Förderprogramm eingereicht. Die Jury hat aus den Bewerbern 65 Teams ausgewählt, die nach Hamburg reisen dürfen. „Das ist eine tolle Möglichkeit für uns“, sagt Michaela Conzelmann, Leiterin der AG. „Es geht dabei nicht nur um das Thema Nachhaltigkeit, sondern darum, wie man Demokratie im Allgemeinen leben kann.“

Ein Prinzip, nach dem auch die Zusammenarbeit der AG mit dem Schulnetzwerk funktioniert. „Wir vereinen Schüler aller Schulen sowie Lehrer und Eltern in unserer Arbeit“, sagt Conzelmann. Mit auf die Reise nach Hamburg nimmt Conzelmann drei Schülerinnen vom Thomas-Strittmatter-Gymnasium: die Siebtklässlerinnen Lara Lopez-Aichele und Leonora Davidsen sowie die Fünftklässlerin Jule Pecoroni.

Austausch der Erfahrungen

Bei einer Ausstellung vor Ort stellt das Team zunächst das eigene Projekt auf einer Plakatwand vor. So lernen alle Beteiligten auch die anderen Preisträger kennen. Grundsätzlich geht es bei der Veranstaltung um den Erfahrungsaustausch sowie die gemeinsame Arbeit. Dafür gibt es unter anderem einige Workshops. „Ich hoffe, dass wir von dort viel Schwung mitbringen, der auch auf den Schulalltag überspringt“, sagt Conzelmann.

Nachhaltigkeit im Vordergrund

Seit wenigen Monaten hat die ehemalige Fair-Trade-AG einen neuen Namen. Denn mittlerweile hat sich das Arbeitsfeld der schulübergreifenden AG ausgeweitet. „Uns geht es um einen gerechten Umgang mit der Welt“, sagt Conzelmann. Der bisherige Name Fair-Trade-AG habe wichtige Aspekte wie die Müllvermeidung ausgeschlossen. „Uns liegt das Thema Nachhaltigkeit im Allgemeinen am Herzen“, sagt Conzelmann.

Hoffnung auf Auszeichnung

In Hamburg gibt es für alle Teilnehmer eine Urkunde mit der Auszeichnung des Förderprogramms. Ob die engagierten Schüler aus St. Georgen auch bald den Deutschen Engagementpreis in Empfang nehmen dürfen, steht noch nicht fest. Die Bewerbungen sind eingereicht, doch die Jury muss ihre Entscheidung noch fällen. Bis dahin arbeiten die Schüler weiter an Projekten wie einer biologischen und fairen Schulkleidung – und hoffen ganz nebenbei auf eine weitere Auszeichnung.