Ein gemütlicher Fernsehabend – plötzlich fällt einem die Decke auf den Kopf. So passiert beim Ehepaar Hans und Luise Grenwelge aus Peterzell. Als sie abends im Wohnzimmer sitzen, bricht über ihnen ein Stück aus der Wohnzimmerdecke heraus.

„Meine Frau und ich saßen auf dem Sofa und haben Fernsehen geschaut. Ich habe währenddessen schon eine ganze Weile ein komisches Knarren und Knarzen vernommen“, erinnert sich Hans Grenwelge an den Abend. Zunächst konnte er das Geräusch nicht zuordnen. „Ich bin durch das ganze Haus gelaufen und habe die Ursache für das Geräusch gesucht, aber nichts gefunden. Irgendwann dachte ich, es wären Einbrecher im Haus.“ Als er ins Wohnzimmer zurückkehrt, sieht er die Bescherung. Von der Decke löste sich die zwei Zentimeter dicke Gipsdecke. Eine Fläche von etwa drei Quadratmetern drohte herunter zu stürzen.

Hans Grenwelge traute seinen Augen nicht. Nun war guter Rat teuer. Da sowohl der Architekt als auch der Statiker und der Maurer, die das Haus vor 38 Jahren gebaut haben, mittlerweile verstorben sind, suchte er nach einem Handwerker, der ihm den Schaden repariert. „Das Problem ist, dass derzeit viele Handwerker entweder im Urlaub sind oder viel Arbeit haben.“

Ein Gipser gab ihm den Rat, die lose von der Decke hängenden Teile zu entfernen. „Das war schwer, insgesamt wog die herunterhängende Decke 60 Kilogramm“, sagt Hans Grenwelge.

Hans und Luise Grenwelge hatten großes Glück. Wäre die Gipsdecke nur ein paar Zentimeter weiter rechts herunter gekommen und hätten sie das drohende Unheil nicht bemerkt, wäre sie auf die beiden gestürzt.

Jetzt klafft über den Köpfen der Bewohner ein dunkler Fleck und gibt den Blick auf den Beton frei. Etwas mulmig ist Hans Grenwelge, weil er nicht weiß, ob sich noch weitere Deckenteile lösen können. Er hofft, dass sich bald ein Handwerker findet, der den Schaden behebt. Übrigens, seine Versicherung kommt für den Schaden nicht auf. „Dafür müsste ja eine Ursache vorliegen, etwa ein Erdbeben.“ Aber an besagtem Abend war in Peterzell von einem Erdbeben nichts zu spüren.