Als "schwere Tour" beurteilt das deutsche Wanderinstitut den neuen Wanderweg und Genießerpfad, den die Stadt und der Schwarzwaldverein in den letzten Monaten ausgewiesen haben. Schwer, weil auf der zwölf Kilometer langen Strecke an die 700 Höhenmeter zu bewältigen sind. "Wer in Schramberg wandern geht, der muss halt rauf und runter", witzelte ein Teilnehmer der Eröffnungswanderung.

Wunderschöne Wege führen auf dem Burgenpfad durch die Wälder rings um Schramberg.
Wunderschöne Wege führen auf dem Burgenpfad durch die Wälder rings um Schramberg. | Bild: Martin Himmelheber

Nach einem Einstimmungslied der Türmlebläser hoch vom Rathausturm hieß Oberbürgermeister Thomas Herzog zahlreiche Gäste willkommen. Für den zweiten Premiumweg in Schramberg nach dem Tennenbronner "Auerhahnweg" habe die Stadt gemeinsam mit dem Schwarzwaldverein wieder "besonders schöne Wege ausgewählt", sagte Herzog. Das Deutsche Wanderinstitut habe die Wegstrecke überprüft und den Burgenpfad als Premiumwanderweg und Schwarzwälder Genießerpfad klassifiziert: "Das ist wichtig, auch für die Qualitätssicherung unseres Tourismusangebotes." Herzog dankte insbesondere Monika und Wolfgang Flaig vom Schwarzwaldverein, die die Wegtafeln angebracht hatten.

Noch frisch geht es durch den Park der Zeiten hinauf zur Charlottenhöhe.
Noch frisch geht es durch den Park der Zeiten hinauf zur Charlottenhöhe. | Bild: Martin Himmelheber

Landrat Wolf-Rüdiger Michel lobte ebenfalls das ehrenamtliche Engagement, von dem die Demokratie lebe. Vom neuen Burgenpfad profitierten "Urlaubsgäste und Einheimische gleichermaßen", sagte Michel. Wolfgang Flaig berichtete, dass bis auf ein kurzes Stück bei der Falkensteiner Kapelle der neue Premiumwanderweg auf bekannten Strecken verlaufe, ein Gutteil auf dem "Rund-um-Schramberg-Weg". Insgesamt 28 Stationen mit weinroten Wegweisern und dazwischen etwa 200 Wegzeichen sorgten dafür, dass die Wanderer sich nicht verirren. Schließlich zogen die etwa 40 Eröffnungswanderer los, um über die Charlottenhöhe, den Schlangenbühl und die Falkensteiner Kapelle den ersten Rastpunkt Berneckstrand zu erreichen. Nach einer Vesperpause ging es auf den zweiten Teil der Runde über die Lauterbach-Wasserfälle hinauf auf die Hohenschramberg und dann zurück zur St. Mariakirche. Das einstimmige Urteil der Wanderer: "Anspruchsvoll, aber wunderschön."

Wanderführer Wolfgang Flaig erläutert nach der Rast am Berneckstrand, wie es nun über die Burgruine Falkenstein weiter geht.
Wanderführer Wolfgang Flaig erläutert nach der Rast am Berneckstrand, wie es nun über die Burgruine Falkenstein weiter geht. | Bild: Martin Himmelheber