Ein spontanes Vorstellungsgespräch sozusagen im Vorbeifahren bildete 1978 die Grundlage, dass Karl-Heinz Klinginger jetzt für 40-jährige Betriebszugehörigkeit bei der Firma Schmidt Technology geehrt wurde. Es war eine der Geschichten, die der Sprecher der Geschäftsleitung, Rolf Schmidt, bei der Ehrung der 15 Arbeitsjubilare erzählte, die für 40-, 25- und zehnjährige Betriebszugehörigkeit geehrt wurden.

Schnellen Jobwechsel nie bereut

Im Fall von Karl-Heinz Klinginger war es so, dass er nach der Kündigung bei seinem bisherigen Arbeitgeber auf dem Nachhauseweg bei dem Schreibgerätehersteller auf der Seebauernhöhe vorbeifuhr. Spontan habe er angehalten und beim für Personalfragen zuständigen Mitarbeiter gefragt, ob sie nicht Arbeit hätten. Wenige Minuten später hatte Klinginger einen neuen Job, der ihn bis heute erfüllt.

Positive Entwicklung im 80. Jahr des Bestehens

Rolf Schmidt, Sprecher der Geschäftsleitungnahm, nahm den festlichen Anlass als Gelegenheit, einen Blick auf das ablaufende Geschäftsjahr zu werfen. Die positive Entwicklung der vergangenen Jahre habe sich auch im 80. Jahr des Bestehens fortgesetzt. Das Unternehmen erwartet ein Umsatzplus über alle drei Geschäftsbereiche, Schreibgerätetechnik, Maschinen und Sensorik in Höhe von drei bis vier Prozent. "Wobei es immer schwieriger wird, Umsatzzuwächse zu erwirtschaften"; wie er sagte.

Sensorik hat größtes Wachstumspotenzial

Am deutlichsten wird der Bereich Sensorik wachsen, hier rechnet Schmidt mit einem deutlich zweistelligen Plus. Dieser Bereich sei auch der, wo das Unternehmen in Zukunft mit der Entwicklung neuer Produkte für die Luft- und Strömungstechnik für den Einsatz zur Verbrauchs- und Durchflussmessung bei Gasen und druckluftbetriebenen Maschinen und Werkzeugen am stärksten wachsen wolle.

"Großartige, begeisterungsfähige Mannschaft"

Die Zahlen seien zwar erfreulich, "doch satte Zufriedenheit wäre fehl am Platz", so der Sprecher der Geschäftsleitung. Es bedürfe täglicher Anstrengungen an Ideen und Entwicklungen und den daraus entstehenden Produkten hochwertiger Qualität, um am Markt erfolgreich bestehen zu können. Nur dann könne auch der Standort St. Georgen gefestigt und Arbeitsplätze gesichert werden, was seit jeher oberstes Ziel sei. Das alles gehe nur mit einer "großartigen, begeisterungsfähigen Mannschaft, die mitzieht", spannte Schmidt den Bogen zu den Arbeitsjubilaren, die im Mittelpunkt der Feier standen.

Stadt sichert Unternehmen Unterstützung zu

Bürgermeister-Stellvertreter Hansjörg Staiger hob den Stellenwert des Unternehmens hervor. "Mit dem Niedergang der Phonoindustrie gingen in St. Georgen keineswegs die Lichter aus." Unternehmen wie Schmidt Technology halten den Wirtschaftsmotor am Laufen. Dies erfordere aber von einer Stadt die Unterstützung. Staiger wusste, dass Standortfaktoren wie Kindergartenplätze, Bildungsangebot und Breitband wichtige Themen seien. "Ein gutes Gehalt reicht heute nicht mehr aus, um qualifizierte Kräfte zu gewinnen." Die Stadt St. Georgen stelle sich der Herausforderung.

Der Betriebsratsvorsitzende Johann Höltl dankte im Namen der Belegschaft der Geschäftsleitung für den Erhalt der Arbeits- und Ausbildungsplätze. Helmut Schäfer überbrachte den Dank der Arbeitsjubilare. "Es ist schön, wenn man für seine Arbeit Lob und Anerkennung bekommt."

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