Die Betonstützen im Nichtschwimmerbereich:

Im Frühjahr 2017 war im Rahmen der Saisonvorbereitung festgestellt worden, dass eine Mauer im Bereich der Nichtschwimmerzone im Begriff war nachzugeben. Die Stadt reagierte mit dem Einbau von Querstützen aus Beton. Offen war im vergangenen Jahr, ob diese nur ein Provisorium bleiben. Eine Expertise des Statikers stand aus. Laut Stadtverwaltung sind die Betonstützen nach Einschätzung des Statikern so stabil, dass eine weitere Nutzung möglich ist. Eine umfassendere Sanierung des Nichtschwimmerbereichs ist vorerst nicht notwendig. Zudem seien die die neuen „Sitzmöglichkeiten“ von den Besuchern des Weihers sehr gut angenommen worden. Aufgrund der angebrachten Holzdielen und der abgeschrägten Kanten sei ein gemütliches Sitzen möglich und es können einfach nur die Beine abgekühlt werden.

Der Sprungturm:

Vorerst bleibt es dabei: Der Sprungturm darf nicht genutzt werden. Er wurde geprüft und hat sich als standsicher und stabil erwiesen. Allerdings bei der derzeitigen Wassertiefe 40 Zentimeter zur erforderlichen Sprungtiefe von 3,50 Meter. Ein punktuelles Ausbaggern des Sediments im Eintauchbereich wäre nur unter erheblichem finanziellem und technischem Aufwand durch vorheriges Einbringen von Stahlspundwänden möglich. Einen Rückbau des Sprungturms zieht die Stadt momentan nicht in Betracht. Man möchte sich offenhalten, den Bereich für Springer wieder zu aktivieren. In den vergangenen Jahren stand jedoch die Sanierung des Hallenbades für über sieben Millionen Euro im Vordergrund. Hierfür wurden allen finanziellen Mittel benötigt. Aufgrund der Höhenlage St. Georgens habe das Hallenbad eben doch noch mehr Öffnungszeiten als der Klosterweiher.

Das Baden von den Seeterrassen:

Die Schilder an den Seeterrassen sind laut Stadt eindeutig: „Hineinspringen verboten“. "Badebetrieb ist und war auf dieser Seite noch nie vorgesehen", heißt es seitens der Stadt. Wer dort hineinspringt, handle auf eigene Verantwortung. Die Stadt haftet definitiv nicht, wenn dagegen verstoßen wird. Dies wurde auch mit der Versicherung der Stadt abgeklärt. Die Seeterrassen sind zum Verweilen gedacht, nicht als Badeinseln. Der Klosterweiher selbst hat vorgegebene Öffnungszeiten, in welchen im Bereich der Liegewiese das Aufsichtspersonal den Badebetrieb überwacht.

Die Sportanlagen:

Bolzplatz, Volleyballfeld und Liegewiese können an schönen Sommertagen nicht über den Badebetrieb bis maximal 20 Uhr genutzt werden. Das ist laut Stadt aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich. Denn Bolzplatz, Volleyballfeld und Liegewiese sind nicht vom Schwimmerbereich abgetrennt. Nach der Öffnungszeit ist keine Badeaufsicht mehr vor Ort. Wenn dann etwas im Klosterweiher passiert, könnte die Stadt tatsächlich als Verantwortlicher herangezogen werden. Eine Öffnung ohne Aufsicht ist auch nicht angestrebt. Die Stadt möchte zudem, dass das Geländer sauber bleibt und weiterhin gefahrlos benutzt werden kann. Wenn die Liegewiese auch nach dem Ende der Öffnungszeiten benutzt werden kann, ist nicht auszuschließen, dass morgens viel Unrat entfernen werden muss. Eine Gefährdung durch Glasscherben für Kinder und Badegäste soll ausgeschlossen werden.

Verlängerter Badebetrieb:

Dieses Thema setzt Grenzen. Im Sommer ist der Klosterweiher an sieben Tagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Die Stadt muss in diesen Zeiten Personal für die Aufsicht einteilen, zeitgleich ist meist auch das Hallenbad geöffnet. "Wir haben durch die DLRG eine tolle Unterstützung, dies aber auf ehrenamtlicher Basis. Zudem müssen wir immer auch das Arbeitsgesetz beachten", heißt es weiter.

Die Wasserqualität:

Die Wasserqualität werde heutzutage fortlaufend durch das Gesundheitsamt überprüft und ist nicht zu beanstanden. Dennoch dürfe man nicht vergessen, dass es sich um ein Naturbad handelt und damit die Beschaffenheit des Wassers wie bei anderen Naturseen auch mit Einträgen aus der Natur zu rechnen sei. Dies insbesondere nach lang anhaltender Trockenheit mit folgenden Unwettern. In den vergangenen Jahren waren die Wetterextreme sicher für jeden fühlbar. Es ergebe sich aus der Natur der Sache, dass bei großer Trockenheit die Wassertemperatur im Weiher steigt und biologische Prozesse die Farbe des Wassers beeinflussen und gleichzeitig das Algenwachstum begünstigt werden kann. Ebenso nachvollziehbar dürfte sein, dass nach einem Unwetter Blütenstaub, kleine Äste, Laub und anderes in den Weiher eingebracht wird. Auch der Biber spielt eine natürliche Rolle im Zusammenspiel von Durchflussmenge und Wassertemperatur im Klosterweiher. So sei das eben an einem Natursee. Zur Beobachtung von Bürgern, dass das Wasser trüb sei, sumpfig rieche, die Badebekleidung dunkel färbe und Bojen und Spielgeräte mit einem schleimigen Algenüberzug versehe, sagt die Stadt, es gebe keinen Anlass zu der Annahme, dass das Wasser unangenehm für die Badegäste sei. Im Gegenteil. "Wir bekommen auch viel Lob von Stammgästen, die sich gerade wegen dem natürlichen, ungechlorten Wasser im Klosterweiher wohlfühlen und das Schwimmen dort dem Schwimmen in einem Freibad vorziehen. 20 000 bis 30 000 Besucher im Jahr dürften diese Annahme bestätigen. Trübes Wasser sagt nichts darüber aus, wie sauber oder nicht sauber es ist."

Die Verschlammung:

Der Klosterweiher wurde zuletzt 1985/1986 bei dessen Generalsanierung ausgebaggert. Das Ausbaggern des Natursees wäre zudem ein Millionenprojekt, das einer Generalsanierung gleichkommt. Nach dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept 030 stehen zunächst große Projekte wie die Innenstadtsanierung und die Schulsanierung an. Man könne leider nicht alles auf einmal machen. "Es ist immer noch eine Frage des Geldes", so die Verwaltung. Bis dahin werden am Klosterweiher die notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt.