Der Dezember ist geeignet, sich besinnliche Stunden zu gönnen. Das frühe Dunkel lädt buchstäblich dazu ein, sich unter gleichgesinnte Menschen zu begeben, welche ebenfalls Ruhe und Besinnung genießen. So hat es seine Berechtigung, wenn im Ökumenischen Gemeindezentrum St. Georgen (Öku) die offene Kirche im Advent angeboten wird. Der ökumenische Gedanke steht hierbei im Vordergrund.

Bibelgeschichte wird lebendig

„Lichtspuren„ lautet der vielsagende Titel der Veranstaltungen, welche diese Woche stattfinden. Besonderes Interesse gilt der Veranstaltung von Heidi Günter am Freitagabend, an dem eine lebendige Form des Bibelgesprächs, der sogenannte Bibliolog in der Zeit von 18 Uhr bis 21 Uhr stattfinden wird.

Gleichnis vom Zöllner Zachäus

Mit selbstgefertigten biblischen Erzählfiguren wird Heidi Günter die Geschichte des Zöllners Zachäus zum Thema werden lassen. Zachäus war klein und wollte unbedingt Jesus sehen, als dieser in seine Stadt gekommen ist. So kletterte er auf einem Baum. Und Jesus fordert ihn auf: „Komm vom Baum herunter“, und fragte ihn nach seinem Namen.

Fröhlich sein statt Standpauke

Zachäus war Zöllner und presste den Menschen die letzte Münze aus ihren Taschen. Als Halsabschneider wurde er im Land bekannt. Vor Jesus getreten, erwartet Zachäus eine Standpauke, doch er sagt ihm, „heute will ich Gast in Deinem Hause sein. Ich will mit Dir essen und trinken, reden und fröhlich sein“.

Das könnte Sie auch interessieren

Zachäus verstand das nicht, freute sich aber und so lud er viele Menschen in sein Haus ein. Im Verlauf des Gesprächs mit Jesus wurde es dem strengen Zöllner warm ums Herz und er versprach, sich zu ändern.

Sich etwas Stille gönnen

Es besteht bereits am Donnerstag, 5. Dezember, die Möglichkeit, sich in der Zeit von 15 Uhr bis 17 Uhr Stille im Öku zu gönnen. Für den Samstag ist ab 18 Uhr der ökumenische Gottesdienst Evensong unter Mitwirkung des Projektchors der katholischen Gemeinde geplant.

Aus dem Labyrinth zur Krippe

Das weitere Angebot ist vielfältig. In der Halle des Öku wurde eine Labyrinthspirale aus Tannenreis ausgelegt. Wird diese Spirale betreten, finden die Interessierten mehrere Bilder und Texte zu den Heiligen drei Königen. Der immer enger werdende Kreis ende dann vor der Weihnachtskrippe, um dort in Andacht und Stille inne zu halten, war von Pastoralreferent Benedikt Müller zu erfahren.

Mitmachen beim Basteln

Weiter können sich Besucher mit Bastelarbeiten einbringen. Aktuell haben sich Irmgard Lupfer und Christine Rösch-Isak der Anfertigung von Schnurengeln gewidmet. Die Schnurengel werden mit Farbe gewalzt und dann auf ein Papier gedruckt, wobei eindrucksvolle Engelfiguren oder andere Kreationen entstehen.