Sie schnüffeln, schnuppern und spüren vermisste Personen auf. Die Hunde der Rettungshundestaffel Löffingen kommen immer dann zum Einsatz, wenn in unwegsamem Gelände oder auf großen Flächen vermisste Personen gesucht werden. Am Donnerstag stellte die Rettungshundestaffel ihre Arbeit beim Kinderferienprogramm vor.

Was genau macht ein Rettungshund eigentlich? Warum sucht er nach für ihn wildfremden Menschen? Und wie "sagt" der Hund seinem Besitzer, dass er den Vermissten gefunden hat? Das wollte Katja Franke, Trainerin und Gruppenführerin bei der Rettungshundestaffel, von den etwa 30 Kindern wissen. Die waren gut informiert: "Die Hunde suchen, damit sie eine Belohnung bekommen", wusste einer der jungen Teilnehmer

Bevor die Rettungshunde in den Einsatz gehen, bekommen sie ein Geschirr. Katja Franke zeigt, wie das aussieht.
Bevor die Rettungshunde in den Einsatz gehen, bekommen sie ein Geschirr. Katja Franke zeigt, wie das aussieht. | Bild: Sprich, Roland

Bei einer kurzen theoretischen Einführung lernten die Kinder, wie sie sich im Umgang mit den Hunden zu verhalten haben. Dann stürmten Fea, Hermes, Raudi und Trusco auf den Platz und konnten es kaum erwarten, mit den Hundeführern Katja Franke, Helga Missfelder-Faller und Alexandra Lekawitz einige Übungen zu absolvieren. Für die Hunde ist eine Personensuche mehr oder weniger nur ein Spiel, für die es eine Belohnung in Form von Leckereien oder dem Lieblingsspielzeug gibt, erklärten die Hundeexperten.

Zunächst galt es, zwischen den Kindern und Hunden Vertrauen aufzubauen. Das geschah mithilfe von verschiedenen Spielen. Dass es manchmal nicht einfach ist, ein guter Suchhund zu werden, wurde an Trusco deutlich. Der erst eineinhalb Jahre alte Hund steht noch ganz am Anfang der rund zwei- bis dreijährigen Ausbildung zum Rettungshund. "Der ist sozusagen in der ersten Klasse", erläuterte die Besitzerin Alexandra Lekawitz.

Nachdem die Kinder und Hunde sich kennengelernt haben, durften die Hunde zeigen, was sie in Sachen Vermisstensuche können. Gemeinsam ging es in ein dichtes Waldstück. Dort durften sich die Kinder abwechselnd verstecken. Auf Kommando folgten die Hunde ihrer Spürnase und entdeckten die Kinder, die sich im dichten Unterholz verbargen. Dann wurde auch das Geheimnis gelüftet, wie der Suchhund seinem Besitzer mitteilt, wenn er eine vermisste Person aufgespürt hat. "Manche Hunde bellen, andere nehmen ihr Fundstück in die Schnauze und laufen zum Besitzer zurück. Dann weiß dieser, dass der Hund jemanden entdeckt hat", erklärte Katja Franke.