Noch zwei Wochen bis zum Weihnachtsfest und längst sind nicht alle Termine abgearbeitet. Neben den privaten Vorbereitungen gehören ja auch die Stunden im Kreise der Vereinsmitglieder, die Proben der Chorsänger oder Chorsängerinnen, die der Jahrgangstreffen und die der kirchlichen Angebote dazu. Da geht es manchem wie im Supermarkt vor dem Joghurtregal: Was wähle ich aus dieser Fülle, was muss, was will ich? Und worauf legt meine Familie, mein Partner, meine Partnerin Wert?

Ein Blick auf die vergangenen Termine und auf die kommenden beweist: Adventszeit ist die Vor-Weihnachts-Feier-Zeit. In der vergangenen Woche richteten im Ökumenischen Zentrum die evangelische und die katholische Gemeinden St. Georgen wieder eine offene Kirche mit "Lichtspuren" am Abend ein, denen Menschen folgen und einige Zeit in der Ruhe und Besinnlichkeit verbringen konnten. Mit Flötenspiel, mit Kreistänzen, Singen, Anregungen zum theologischen Hintergrund der Weihnacht, dazu noch die Donnerstag-Kaffeestunden mit Kinderchor – wer da nicht dabei war, hat zumindest versäumt, einmal innehalten zu können.

Dazu zieht Kantor Jochen Kiene in der evangelischen Kirchengemeinde gerade in der Adventszeit sämtliche Register nicht nur der Orgel, sondern der Musik, wie wir schon lesen und gestern in der Lorenzkirche erleben konnten. Auch der Weihnachtsmarkt am Samstag am Rathaus war so stimmungsvoll, wie seine Besucher es haben wollten. Für vorweihnachtliche Seelennahrung ist also bestens gesorgt.

Mancher zieht angesichts des Terminstaus die innere Reißleine, setzt auch bei den Vorbereitungen Prioritäten und streicht einige Vorhaben. Andere wollen der Weihnachtsstimmung entgehen und verreisen. Bei allem aber ist klar: Den kommenden Feiertagen liegt ein christliches Ereignis zugrunde. Das daraus resultierende Christentum beschäftigt seit rund 2000 Jahren die Menschen, kann sie nicht unbedingt einen, ist aber auch nicht aus der Welt zu schaffen. Die gesetzlich geregelten Feier- und somit arbeitsfreien Tage geben uns also auch die Zeit zum Nachdenken und Innehalten. Nutzen wir sie.

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