Einiges zu sehen gab es für die zahlreichen Zuschauer bei der Frühjahrshauptprobe der Abteilung Peterzell-Stockburg der Feuerwehr St. Georgen am Mittwochabend.

Pünktlich um 18.30 Uhr war im Hagenmoos das Martinshorn der herannahenden Rettungskräfte zu vernehmen. Vor Ort, bei der Firma Beha Transporte, wurden sie bereits von den Zuschauern der Übung erwartet. In der Fahrzeughalle sei bei Reparaturarbeiten an einem Lastwagen ein Brand entstanden, teilte Abteilungskommandant und Einsatzleiter Markus Weißer entsprechend der Alarmierung und nach dem Erkunden der Lage seinen Männern mit. Vermutlich befänden sich noch vier Personen im Gebäude.

Erfolgreich bergen die Feuerwehrleute bei der Probe der Feuerwehrabteilung Peterzell-Stockburg die Verletzten aus dem Gebäude der Firma Beha Transporte im Hagenmoos. Jugendfeuerwehrmitglied Marian Burghardt miemt einen der Verletzten. Einsatzleiter Markus Weißer (blaue Weste rechts) koordiniert die Einsatzkräfte.
Erfolgreich bergen die Feuerwehrleute bei der Probe der Feuerwehrabteilung Peterzell-Stockburg die Verletzten aus dem Gebäude der Firma Beha Transporte im Hagenmoos. Jugendfeuerwehrmitglied Marian Burghardt miemt einen der Verletzten. Einsatzleiter Markus Weißer (blaue Weste rechts) koordiniert die Einsatzkräfte. | Bild: Cornelia Putschbach

Zunächst galt es für die Wehr also die Menschenrettung voran zu treiben und das Gebäude nach den möglicherweise Verletzten abzusuchen. Unter den Augen der Kommandanten der St. Georgener Gesamtwehr, Christoph Kleiner, erfolgte natürlich außerdem die Bekämpfung des Brandes. Anders als bei einem realen Brandeinsatz rückte am Mittwoch nur die Abteilung Peterzell-Stockburg an. Im Ernstfall würde der Einsatz natürlich gemeinsam mit der St. Georgener Feuerwehr erfolgen. Am Mittwoch wurden die Aktiven unterstützt von der Altersmannschaft und auch der Jugendfeuerwehr, die für das Mimen der Verletzten zuständig war.

Diese Übung der Abteilungswehr Peterzell-Stockburg, so erläuterte Christoph Kleiner, habe aber eigentlich zwei Hauptzwecke. Zum einen sei es immer wichtig, dass die Wehr die örtlichen Gegebenheiten möglichst gut kenne. Eine Übung gebe den Feuerwehrleuten deshalb immer einen guten Einblick beispielsweise in die räumliche Situation eines Unternehmens. Außerdem konnte auf dem Gelände der Firma Beha Transporte die Wasserversorgung durch gleichzeitige Verwendung eines Überflurhydranten und durch Wasserentnahme aus der nahen Brigach geprobt werden. Der zweite Zweck einer solchen Schauübung sei die Präsentation der Leistungsfähigkeit der örtlichen Wehr für die Zuschauer. Diese können bei einer solchen Probe die Arbeit der Feuerwehrleute ganz nah am Geschehen verfolgen. Beides habe bei dieser Probe sehr gut funktioniert, fasste Christoph Kleiner nach deren Abschluss zusammen.

Die Wasserfontänen des Hydroschildes dienen bei der Probe der Feuerwehrabteilung Peterzell-Stockburg nicht nur der Abschirmung benachbarter Gebäude vor einem Übergreifen des vermeintlichen Brandes sondern sie unterhalten auch die jungen Zuschauer der Übung.
Die Wasserfontänen des Hydroschildes dienen bei der Probe der Feuerwehrabteilung Peterzell-Stockburg nicht nur der Abschirmung benachbarter Gebäude vor einem Übergreifen des vermeintlichen Brandes sondern sie unterhalten auch die jungen Zuschauer der Übung. | Bild: Cornelia Putschbach

Zügig zeigte die Personensuche im Gebäude Erfolg. Tatsächlich konnten vier vermeintlich Verletzte geborgen werden. Einen galt es sogar aus der Grube unter dem brennenden Fahrzeug zu retten. Auch der Brand wurde fachgerecht bekämpft und außerdem mit sogenannten Hydroschildern, also Wasserfontänen, die nebenliegenden Gebäude vor einem Übergreifen des Feuers bewahrt.

Ausrüstung

Bei der Frühjahrshauptprobe war die Feuerwehrabteilung Peterzell-Stockburg mit 24 Mann im Einsatz. Damit konnten die Fahrzeuge MLF 5/40 (Mittleres Löschfahrzeug) und das TSF 5/47 (Tragkraftspritzenfahrzeug) der Peterzeller Wehr und außerdem das von der St. Georgener Wehr für die Übung zur Verfügung gestellte Fahrzeug LF 16 (Löschgruppenfahrzeug) mit der Bezeichnung 1/44 jeweils in voller Besetzung ausrücken.