In diesem Jahr werden in St. Georgen erstmals Literaturtage stattfinden. Die Stadtbibliothek und die Robert-Gerwig-Schule haben die Veranstaltungsreihe gemeinsam initiiert. "Wir wollen so das Kulturprogramm der Stadt erweitern", sagt Lucia Kienzler, Leiterin der Stadtbiliothek. Dazu gibt es viele Programmpunkte für Teilnehmer nahezu jeden Alters. Sie finden in den Monaten Oktober und November statt.

  • Auftakt mit 240 Kindern: Zu Beginn der Reihe steht am Dienstag, 16 Oktober, eine sogenannte Experimental-Lesung mit Joachim Hecker. Der Autor, Ingenieur und Wissenschaftsjournalist, erklärt anhand von einfachen Experimenten faszinierende Phänomene aus Physik, Chemie und Mathematik – und wo sie im Alltag vorkommen. Für die Kinder heißt das: erst lesen, dann machen. Rund 240 Kinder der dritten und vierten Klassen der Bergstadt-Grundschulen werden an der Veranstaltung im Theater im Deutschen Haus teilnehmen. "Da habe ich den Vorteil, dass ich Rektor aller drei Schulen bin", sagt Jörg Westermann. Man versuche immer wieder gezielt, auch außerhalb der Schule Aktivitäten anzubieten.
  • Poetry Slam mit zwei Künstlern: Zum Poetry Slam, zu deutsch Poesiewettstreit, kommen zwei Autoren der Szene und bieten einen Schreib- und Performance-Workshop am Freitag, 19. Oktober, und Samstag, 20. Oktober, in der Stadtbibliothek an. Darin können Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren kreatives Schreiben üben und ihre Werke später vor Publikum vortragen, wenn sie dies denn gerne machen wollen. Dieser Workshop stärke das Selbstbewusstsein und die Sozialkompetenz der Teilnehmer, so die Veranstalter.
  • Tag der Bibliotheken: Den Tag der Bibliotheken gibt es in Deutschland seit 1995. Bibliotheken im ganzen Land machen mit besonderen Aktionen auf sich aufmerksam. In der Bergstadt ist von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr ein Lesefest für Kinder in der Stadtbibliothek geplant. "Die Lesepaten haben eine tolle Geschichte und einige Überraschungen geplant", so Lucia Kienzler.
  • Über Tabuthema sprechen: Ein ernsteres Thema wird am Tag darauf ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek im Mittelpunkt stehen. Der mittlerweile schon bekannte St. Georgener Autor, dessen Künstlername Andy Feind ist, will aus seinem Buch "Gedankengewitter" lesen und mit den Besuchern ins Gespräch kommen. Andy Feind versteht sein Buch als einen Teil seiner Anti-Stigma-Arbeit. Er möchte Betroffenen Mut machen, dem Feind, der Depression, ins Auge zu sehen und sich ihren Ängsten und Sorgen zu stellen. Der Eintritt ist frei, eine Spende für den Autor aber willkommen.
  • Kritikerin zu Besuch: Am Freitag, 16. November, um 19 Uhr stellt die Literaturkritikerin Karla Paul die 25 "Must Reads", also Bücher, die man gelesen haben sollte, der Saison vor. Sie sei die modernste Literaturkritikerin Deutschlands, sagen die Veranstalter. Auf einem Blog im Internet veröffentlicht sie ihre Tipps regelmäßig. Zudem ist sie regelmäßig als Expertin bei Auftritten im Fernsehen zu sehen. Der Eintritt zur Veranstaltung kostet im Vorverkauf acht Euro, an der Abendkasse zehn Euro. Schüler und Studenten haben freien Eintritt.
  • Abschluss mit Autor Bernd Leix: Zu einer Autorenlesung kommt Bernd Leix am Donnerstag, 29. November, in die Stadtbibliothek. Bernd Leix ist Schwarzwälder durch und durch und für seine Geschichten, die in der Heimat spielen, bekannt. Seine Lesung beginnt um 18.45 Uhr, der Eintritt kostet zwölf Euro. Ein Begrüßungssekt und Schwarzwälder Leckerbissen sind inklusive. Jörg Westermann freut sich schon besonders auf diese Veranstaltung: "Ich bin ein großer Fan von Heimatkrimis", sagt er. Man kenne die Gegend, in der die Handlung spielt und bekomme so eine gute Vorstellung von der Szenerie.
  • Vorverkauf: Er startet am 10. September über die Stadtbibliothek und das Sekretariat der Robert-Gerwig-Schule. Karten für den Besuch von Karla Paul gibt es ab dem selben Termin auch bei der Volkshochschule.