Im ersten Halbjahr erwirtschaftete die Paragon AG mit Hauptsitz in Delbrück einen Konzernumsatz von 48,8 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Das Wachstum von 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (44,6 Millionen Euro) basierte neben der guten Verfassung des weltweiten Absatzmarktes für Pkw im zweiten Quartal insbesondere auf der dynamischen Geschäftsentwicklung der beiden Voltabox-Tochtergesellschaften im Geschäftsbereich Elektromobilität.

Das Umsatzwachstum resultierte zum Teil aus gestiegenen Ausstattungsraten der aktuellen Fahrzeugmodelle mit Paragon-Sensoren. Im zweiten Quartal sind die Gespräche mit verschiedenen Herstellern für einen Serienauftrag des neuen Partikelsensors, der die Feinstaubbelastung im Fahrgastinnenraum überwacht, weiter fortgeschritten. Die Abrufe für die aktuelle Generation der hochwertigen Freisprechmikrofone entwickelten sich ebenfalls äußerst positiv. Ein innovatives Gurtmikrofon erfreute sich wachsender Beliebtheit und wird bald in einem weiteren Fahrzeugmodell verfügbar sein. Im zweiten Quartal ist die Serienproduktion für die weltweit erste Smartphone-Halterung mit drahtloser Ladefunktion für Motorräder angelaufen. Gleichzeitig lief die Vorserienproduktion einer neuen Uhren-Generation an.

Der Geschäftsbereich Elektromobilität stand wieder ganz im Zeichen seiner eigenen Wachstumsdynamik. Die Produktion bei den Voltabox-Tochtergesellschaften in Delbrück und Austin, Texas (USA) wurde von großen Batteriesystemen für den Einsatz in Trolley-Bussen sowie Modulen für Gabelstapler bestimmt. Ende Juni hat die Gesellschaft die exklusive strategische Partnerschaft mit Joy Global, weltweit führend bei Bergbauausrüstungen, bekannt gegeben – der größte Einzelauftrag in der Paragon-Unternehmensgeschichte. Mit speziellen Batteriesystemen für den Einsatz in fahrerlosen Transportsystemen der automatisierten Produktion bereitet Voltabox auch schon den Einstieg in das nächste große Anwendungsfeld "Industrie 4.0" vor.

Der Konzernumsatz soll im Geschäftsjahr die Marke von 100 Millionen Euro überschreiten. Dabei wird eine überproportionale Ertragssteigerung erwartet. Als wesentlicher Treiber des Wachstums wird im laufenden Geschäftsjahr der Geschäftsbereich Elektromobilität (Voltabox) gesehen, mittelfristig aber auch die Geschäftsbereiche Sensorik und Akustik.

Paragon beschäftigt etwa 470 Mitarbeiter, etwa ein Zehntel davon am Standort St. Georgen. Entwickelt und produziert werden hier Schrittmotoren und elektronische Antriebstechniken und andere Elektromechaniken. Die im Feinmechanik-Werk des Konzerns erzeugten Produkte werden teilweise auch an anderen Paragon-Standorten weiterverarbeitet.