Unter dem begriff Pottasche können sich heute nur noch wenige etwas vorstellen, eher schon unter der mittlerweile gängigeren Bezeichnung Kaliumcarbonat. Über viele Jahrhunderte hinweg war deren Produktion aber ein wichtiger Wirtschaftszweig, vor allem weil Pottasche als Zusatzstoff zur Herstellung von Seifenlauge und Glas notwendig war. In St. Georgen erinnert der Straßenname der Siedlung Gsod östlich vom Bruderhaus noch immer an diese Zeit.

Auf diesem Luftbild von 1990 ist die Siedlung am linken Bildrand zu sehen.
Auf diesem Luftbild von 1990 ist die Siedlung am linken Bildrand zu sehen. | Bild: Stadtarchiv

Seinen Namen verdankt die Häusergruppe der alten Bezeichnung für Gesiedetes, das schlicht Gsod gennant wurde. Das rührt vom Verfahren der Pottascheherstellung, die durch das Auswaschen von Holzasche aus einem Sud gewonnen wurde. Dieser wurde durch stetiges Erhitzen eingedampft, bis nur noch die begehrte Pottasche übrig blieb. Diese konnte dann etwa in mit Wäsche gefüllte Holzfässer gegeben werden, wo sich durch Zugabe von heißem Wasser eine reinigende Lauge bildete, die anschließend am Fluss ausgewaschen wurde.

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Wichtig war Pottasche auch für die Herstellung von Glas, die im 17. Jahrhundert in St. Georgen ihren Höhepunkt erlebte. Daran erinnern auch andere Ortsbezeichnungen wie das Glasbachtal, die Glashöfe auf der Sommerau oder die Schmelze in Langenschiltach.

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