Wenn man im Theater im Deutschen Haus ganz leise ist, hört man – nichts. Zumindest dann nicht, wenn jemand über die neue Bühne läuft. Kein Knarzen und Quietschen ist mehr zu hören, keine Lücken klaffen zwischen den Bühnenbrettern. Der Boden zeigt sich im runderneuerter Erscheinung. Wochenlang haben die Macher des Theaters im Deutschen Haus mit tatkräftiger Unterstützung vieler freiwilliger Helfer die alte Bühne restauriert.

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Ute, Helmar und Lea Scholz und Jörg Westermann sind gerade dabei, den schweren, schwarzen Vorhang über der Bühne aufzuhängen. Eine gute Gelegenheit, einen Blick auf den normalerweise für Besucheraugen nicht sichtbaren Bühnenteil zu werfen. „Wir haben jetzt hier oben deutlich mehr Platz“, sagt Helmar Scholz, Vorsitzender des Freundeskreises Puppen- und Theaterbühne. Unnötige Ecken und Kanten wurden entfernt, sodass auf der Nebenbühne jetzt deutlich mehr Platz und Stauraum für Kulissen und Requisiten ist. Zudem wurde die alte Holzkonstruktion für die Bühnentechnik komplett entfernt und durch moderne Traversen ersetzt und teilweise auch in die Bühne integriert. „Wir haben auch eine statische Berechnung erstellen lassen, damit wir genau wissen, wie viel Gewicht wir an den Traversen befestigen können“, sagt Ute Scholz.

Das Hauptaugenmerk liegt aber auf dem Bühnenboden. Hier wurden die alten Bretter durch Bohlen aus Schwarzwälder Fichtenholz ersetzt, das mit einem braunem Farbton versehen und geölt wurde. „Wir wollten das historische Bild der Bühne weitgehend erhalten“, so Scholz. Teilweise wurde auch die Tontechnik gleich in den Bühnenkörper verbaut.

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Derzeit sind die Helfer noch mit den Aufräum- und Putzarbeiten beschäftigt. Die ersten Gäste, die die neue Theaterbühne bestaunen können, sind die geladenen Gäste, die als Dankeschön für ihre finanzielle Unterstützung zu einem besonderen Abend eingeladen sind. Vorhang auf für die erste offizielle Veranstaltung heißt es am 27. September mit dem Musikkabarett von Michi Marchner.