Der Neujahrsempfang am Freitagabend stand unter besonderen Vorzeichen. Die drei Bürgermeister-Stellvertreter Joachim Kleiner, Manfred Scherer und Hansjörg Staiger führten gemeinsam durch das Programm des Abends und vertraten Bürgermeister Michael Rieger, der krankheitsbedingt weiterhin ausfällt. Joachim Kleiner, der über den Gesundheitszustand von Michael Rieger sprach, sagte: "Wir wünschen ihm und seiner Familie von hier aus alles Gute und vor allem eine schnelle und völlige Genesung." Das Publikum unterstreicht diese Wünsche mit spontanem Beifall.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Ein Blick in die Welt: Joachim Kleiner startete seine Rede mit einem Blick auf das, was außerhalb der Bergstadt passiert. "2018 war wieder ein ereignisreiches Jahr, das sehr viele schöne Momente, teils auch befremdliche bis unerfreuliche Dinge mit sich brachte, wenn man die weltweiten Ereignisse mitbetrachtet", sagte er. Er verknüpfte diese Perspektive am Ende seiner Rede mit einer Antwort, die nur Europa heißen könne. "Die große Vision Europa ist am Verblassen, lehnen wir uns mit unserer Stimme dagegen auf."
Bild: Sprich, Roland
  • Ein Blick auf die Stadt: Zwar gehe es der breiten Mitte der St. Georgener Bevölkerung gut, trotzdem müsse man den Schwachen und Benachteiligten der Gesellschaft entschlossen helfen, so Kleiner. Er sprach über viele Projekte, wies auf die anstehenden Kommunal- und Europawahlen hin und blickte in seiner Rede positiv in die Zukunft: "Ich glaube, man kann getrost sagen, die Perspektiven dieser Stadt sind rosig." Sein Appell an die Bürger: "Identifizieren sie sich auch weiterhin mit dieser Stadt, mit ihrer Stadt."
  • Es wird spektakulär: Hansjörg Staiger bilanzierte in seiner anschließenden Rede für 2018 ein ganz normales Haushaltsjahr, hob aber eine Entwicklung besonders hervor: „Richtig spektakulär wird es aber, wenn man auf die städtebauliche Entwicklung unserer Stadt schaut“, sagte Staiger. Allen voran: Die Neueröffnung des Hotels „Federwerk“. Staiger nannte auch die Bauprojekte der EGT Triberg und der Perpetuum Ebner GmbH entlang der Bundesstraße.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Großes liegt vor der Stadt: Hansjörg Staiger blickte auch auf die anstehenden Projekte voraus. Er sprach über die Innenstadtsanierung. Damit verbunden sei eine finanzielle Belastung, auch wenn die Schulden zunächst bis Ende 2019 leicht sinken: „Aufkommende Euphorie muss aber sofort im Keim erstickt werden, denn wir müssen uns darauf einstellen und vorbereiten, dass wir für die anstehende Innenstadtsanierung Kredite aufnehmen müssen“, sagte er. Man investiere aber in Sachwerte, weswegen die Projekte sinnvoll seien, bei allen finanziellen Hürden: „So wird die Pro-Kopf-Verschuldung 2020 sicher sehr stark ansteigen und den Landesdurchschnitt bei Weitem übersteigen“, sagte Staiger.
Das könnte Sie auch interessieren