Als eine seiner letzten Amtshandlungen als Ortsvorsteher konnte Wilhelm Müller dem Startschuss für den zweiten Bauabschnitt des Neubaugebiets Alt-Schulhäusle in Langenschiltach beiwohnen. Die Erschließung ist weitgehend abgeschlossen, jetzt steigt die Stadt St. Georgen in die Vermarktung der Bauplätze ein.

„Ruhe und Idylle“

Beim Vor-Ort-Termin geriet Stadtbaumeister Alexander Tröndle direkt ins Schwärmen: „Wer Ruhe und Idylle sucht und vom stressigen Arbeitsalltag abschalten will, ist hier genau richtig.“ Abseits von Verkehrsaufkommen und nah am Wald sei Wohnen in diesem Baugebiet der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren – und im Winter für Langläufer geradezu perfekt. Auch Wilhelm Müller ist von dem Baugebiet angetan: „Ich bin glücklich, dass hier schönes und ruhiges Baulandmit tollem Weitblick ausgewiesen werden konnte.“

495 bis 609 Quadratmeter

Insgesamt elf Bauplätze stehen im zweiten Bauabschnitt von Alt-Schulhäusle zur Verfügung. Mit Grundstücksgrößen von 495 bis 609 Quadratmetern und einem Preis von 135 Euro pro Quadratmeter. Damit bewege man sich im Mittelfeld. Zum Vergleich: in der Stadt kostet ein Bauplatz 160 Euro pro Quadratmeter. „Und es gibt den Familienbonus“, sagt Hans-Jörg Winterhalter vom Liegenschaftsamt. Demnach wird der Kaufpreis für Familien pro Kind um vier Euro pro Quadratmeter, höchstens jedoch um 16 Euro pro Quadratmeter reduziert. Tröndle rechnet mit einer guten Nachfrage für das Baugebiet. „Vor allem setzen wir auf Zuzug von außerhalb. Der Bedarf ist da.“

Erweiterung wäre möglich

Ortsvorsteher Wilhelm Müller hat lange für das Wohngebiet gekämpft. „25 Jahre“, sagt er rückblickend. Die Stadt hat die Fläche bereits vor mehr als 20 Jahren erworben. „Sofern die Nachfrage nach den Bauplätzen übersteigt, haben wir auch noch Erweiterungsmöglichkeiten“, lacht Müller verschmitzt. Für das jetzige Baugebiet wird in den kommenden Tagen noch die Tragdeckschicht auf die Fahrbahn aufgebracht sowie am Seitenstreifen eine Gehspur gepflastert. In dem Zusammenhang wird auch die Straße des ersten Bauabschnitts Am Musikhäusle mit einer Tragdeckschicht versehen.

Neben dem Baugebiet Alt-Schulhäusle ist die Stadt in Vorbereitung des Neubaugebiets Glashöfe.

Hier gibt es noch Wohnraum

  • Neubaugebiet Glashöfe: Hinter dem Baugebiet Glashöfe steckt die Investorenfamilie Epp aus München, der auch das Grundstück gehört. Die Ecu Grund und Boden GmbH will dort nach eigenen Angaben ein Wohngebiet mit außergewöhnlicher Attraktivität schaffen. Das Wohngebiet soll an der Robert-Koch-Straße und der Straße Am Silberbrünnele ansetzen. Entstehen sollen knapp 40 Bauplätze. Sind alle baurechtlichen Fragen geklärt, könnten potentielle Häuslebauer Grundstücke demnach voraussichtlich ab Ende 2019 erwerben. Bebaut werden könnten die Grundstücke bei perfektem zeitlichen Ablauf ab dem Sommer 2020. Diese Daten sind aber noch unter Vorbehalt zu betrachten, weil sie von den Abstimmungen der einzelnen Behörden abhängen.
  • Wohnungen am Schönblick: Auf dem ehemaligen Krankenhausareal entstehen in einem ersten Bauabschnitt derzeit insgesamt 36 Wohnungen, von zwei bis fünf Zimmern und 73 bis 146 Quadratmetern, angeboten. Spatenstich war im Januar 2018. Rund zwei Jahre soll die Bauzeit betragen. Mit den Wohnungen will man vor allem der großen Nachfrage von Wohneigentum mit drei bis vier Zimmern nachkommen. Mit dem Verkauf der Wohnungen sind die beiden regionalen Bankinstitute, die Sparkasse Schwarzwald-Baar und die Volksbank Schwarzwald-Baar-Hegau. Die Preise liegen zwischen 219 400 und 489 800 Euro. (ang)