Es war die wahrscheinlich beste Nachricht, die Oberkirnachs Ortsvorsteher Franz Günter in der ablaufenden Legislaturperiode verkünden konnte. Nachdem der Gemeinderat bereits vorige Woche seine Zustimmung gegeben hatte, informierte Günter das Ratsgremium in der letzten Ortschaftsratssitzung vor der Kommunalwahl darüber, dass der 2007 stillgelegte Oberkirnacher Kindergarten wieder aktiviert wird. Nach den Sommerferien werden hier Kinder in einem Natur- und Waldkindergarten betreut.

Im Jahr 2007 stillgelegt

„Der Bedarf ist vorhanden und solch ein Angebot gibt es in St. Georgen bislang nicht“, freute sich Franz Günter auf den Natur- und Waldkindergarten. Zwei Grundstückeigentümer hätte ohne Umschweife ihre Zustimmung gegeben, dass der Wald genutzt werden könne. Für den Kindergartenstart am 1. September müssen nur kleine Maßnahmen getroffen werden. So wird die Schließanlage, die verhindert, dass die Kinder unbeaufsichtigt aus dem Gebäude hinauskönnen, wieder aktiviert. Eine Zwischentür, die auch als Brandschutz dient, muss eingezogen und der Raum, der nach der Kindergartenzeit einige Zeit als Jugendraum genutzt wurde, soll frisch gestrichen werden.

Der Leiter der Bürgerdienste und Vertreter der Stadt, Markus Esterle, ist ebenfalls froh, dass der Oberkirnacher Kindergarten wieder reaktiviert wird. „Wir haben in unseren bisherigen sieben städtische Einrichtungen 500 Plätze und die reichen nicht. Es fehlen aktuell 17 Plätze.“ In Oberkirnach können bis 22 Kinder ab drei Jahren betreut werden. Auf Nachfrage einer Zuhörerin sagte Esterle, dass Oberkirnacher Kinder bei der Vergabe der Kindergartenplätze für den Natur- und Waldkindergarten vorrangig berücksichtigt werden.

Interesse bei Erzieherinnen

Wie Esterle sagte, wurde eine Leiterin für die Einrichtung bereits gefunden. Offensichtlich haben sich zahlreiche Erzieherinnen um die Leitung beworben. Betreut werden die bis zu 22 Kinder von drei Erzieherinnen auf 2,2 Stellen. Für die Sanierung der sanitären Anlagen sei bislang keine Firma gefunden worden. Noch ist der Kindergarten namenlos. Franz Günter rief spontan einen kleinen Wettbewerb aus. Am Sonntag, 26. Mai, können bei der Kommunalwahl im Rathaus Namensvorschläge abgegeben werden.

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