Am Sonntag, 21. Juli, wird Dorothea Lautenschläger als neue Pastorin der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde St. Georgen in ihr Amt eingeführt. Die Stuttgarterin freut sich auf ihre neue Aufgabe im Schwarzwald. Ihre Mission ist, Kirche und Glaube wieder näher mit den Menschen zusammen zu bringen.

„Die gute Luft und die Stille“ fallen Dorothea Lautenschläger an ihrer künftigen Wirkungsstätte sofort auf. Im Gegensatz zu Ostfildern, wo die 55-jährige mit ihrem Mann und ihren drei erwachsenen Söhnen lebt und wo die Luft oft schlecht und der Lärm manchmal unerträglich ist. Dennoch wird die Familie nicht in den Schwarzwald ziehen. „Die Familie ist in Ostfildern verwurzelt und bleibt auch dort wohnen, ich habe mir in St. Georgen einen Zweitwohnsitz eingerichtet“, sagt Dorothea Lautenschläger. Ihr erster Eindruck von der Bergstadt ist durchweg positiv. „Es ist alles vorhanden. Und wenn man etwas mehr Stadt will, ist man auch schnell in Villingen-Schwenningen oder in Freiburg.“

Zunächst als Gemeindepädagogin tätig

Geboren in Vöhringen an der Iller, aufgewachsen in Günzburg an der Grenze zwischen Bayern und Schwaben, schlug Dorothea Lautenschläger nach dem Abitur nicht sofort die kirchliche Laufbahn ein. „Ich habe zunächst als Gemeindepädagogin gearbeitet und später eine theologische Ausbildung gemacht.“ Vorgeprägt durch die Familie, die ebenfalls Methodisten sind, hat sie ihre Freude daran entdeckt, eine Kirchengemeinde mitzugestalten.

Erste Vollzeitstelle mit Schramberg

Nach der Familienzeit, in der sie im Raum Stuttgart in Teilzeit in verschiedenen Gemeinden tätig war, tritt sie jetzt in St. Georgen eine Vollzeitstelle als Pastorin an. Zusammen mit Schramberg, das sie ebenfalls betreut, ist sie Seelsorgerin für rund 200 Gemeindeglieder. Hier möchte sie die Arbeit der vergangenen Jahre fortsetzen. Ein ehrlicher Umgang mit den Menschen ist ihr wichtig. „Wir brauchen frische Ausdrucksformen, um unseren Missionsauftrag neu erfüllen und den Menschen erklären zu können, dass Glaube relevant sein kann“, sagt die Pastorin. Die Kirche müsse zu den Menschen kommen. Hier sieht sie mit dem von der evangelisch-methodistischen Gemeinde betriebenen Café „Bohnenheld“ einen tollen Ansatz.

Konfessionsübergreifende Zusammenarbeit gewünscht

In St. Georgen gefällt Dorothea Lautenschläger die kirchliche Vielfalt. Hier wünscht sie sich eine offene, konfessionsübergreifende Zusammenarbeit mit den anderen Kirchengemeinden. „Ich sehe die kirchliche Vielfalt immer als Bereicherung, nie als Konkurrenz. Wir können es als Christen nur gemeinsam schaffen“, sagt sie. Und ihr gefällt auch die neu renovierte Taborkirche.

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In ihrer Freizeit ist die neue Pastorin der evangelisch-methodistischen Gemeinde gerne kreativ bei Handarbeiten. Auch ist sie gerne Gastgeberin und bringt so Menschen zusammen, die sich sonst wahrscheinlich nie auf diese Weise begegnen würden. Außerdem sind sie und ihr Mann große Cote d‘Azur-Fans. Dass St. Georgen mit St. Raphael eine Partnerstadt dort am Mittelmeer hat, hat sie bereits mit Freude zur Kenntnis genommen.

Die Amtseinführung von Dorothea Lautenschläger als neue Pastorin der evangelisch-methodistischen Gemeinde findet am Sonntag um 14 Uhr in der Taborkirche in der Friedrichstraße statt. Die Amtseinführung wird ihr Amtsvorgänger und jetziger Superintendent Tobias Beißwenger vornehmen.