Eine Arztpraxis als Kunstraum ist nicht unbedingt die gängige Methode, bedeutende Kunstwerke auszustellen. Und dennoch hat Johannes Probst in siebeneinhhalb Jahren bereits die neunte Ausstellung in seiner Praxis zuwege gebracht. Vor allem die Patienten erfreuen sich an den Ausstelllungen mit unterschiedlichen Inhalten.

In seiner Laudatio zur Ausstellung mit Gilla Bories ging Johannes Probst auf die scheinbar immer schneller verrinnende Zeit ein. "Nie war sie wertvoller als heute", sagt Johannes Probst den zahlreich erschienenen Gästen in seinen Praxisräumen.

Kunst tut Patienten gut

Johannes Probst begründet, weswegen wechselnde Ausstellungen in den Praxisräumen stattfinden. So sei es ungeheuer erfrischend, wenn die Arbeitsräume in immer wieder in neuem Licht, neuen Farben, Formen und Ausstrahlungen erscheinen und wieder neu und anregend wirken. Auch die Patienten tue die Kunst gut, so der Mediziner. Probst sagte, die Bilder an den Wänden wirkten ablenkend, aufbauend und stärkend, sozusagen ein erster therapeutischer Schritt.

Vernissage zum 95. Geburtstag

Am Tag der Vernissage beging die Künstlerin Gisela Bories, eine alte Freundin der Familie Probst, ihren 95. Geburtstag. Die Künstlerin stellt in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in der Praxis im Medizinisch-Therapeutischen Zentrum (MTZ) in der Gerwigstraße aus.

Rückblick auf 50 Jahre Malerei

Deutliche Farben, die in Formen und Linien wiedergegeben werden, sind eine der künstlerischen Aussagen. Dazu erkennt der Betrachter, wie facettenreich ihre künstlerische Auffassung als studierte Malerin ist. Fast mathematisch, analytisch, großflächig, durchaus auch mal verspielt wirken die Bilder auf das Auge. So strahlten die Bilder auf Johannes Probst und das Praxisteam mit Leichtigkeit und Frohsinn. Die ausgestellten Bilder gaben einen Rückblick über 50 Jahre künstlerisches Gestalten und Schaffen von Gilla Bories.

Als Vertreter der Stadt sprach Bürgermeisterstellvertreter Hansjörg Staiger Grußworte im Namen von Bürgermeister Michael Rieger. Trotz schwerer Erkrankung nehme der Bürgermeister am aktuellen Tagesgeschehen teil. Soweit möglich, fänden Amtsleitersitzungen und Sitzungen mit den Bürgermeisterstellvertretern im Hause Rieger statt, wobei es einen regen Austausch gebe.