Kaum waren am Dreikönigstag die Sternsinger mit ihren heiligen Königen untergetaucht, begann in Peterzell nach schwäbisch-alemannischer Tradition die fünfte Jahreszeit. Nachdem sich die Geister, die im Engele-Wald residieren, ein ganzes Jahr lang auf die faule Haut gelegt hatten, wurde es Zeit, sie aufzuwecken.

Einen besseren Auftrag konnte die närrische Bürgerwehr mit ihrer Guggenmusik gar nicht bekommen. Begeistert zogen alle vom Dorf hinauf auf den Berg, wo in nebliger Umgebung ein Feuerchen neben dem anderen brannte, damit niemand frieren musste. Doch die Engelegoaschter hatten sich gut versteckt und ließen sich nicht blicken. Darum wurden lange und lautstark die Instrumente geblasen, bis endlich die ersten aufwachten.

Die jungen Engele-Goaschter tragen im Gegensatz zu den Erwachsenen noch keine Masken vor dem Gesicht. Aber dafür freut sich der Narrensamen umso mehr auf die Fasnet.
Die jungen Engele-Goaschter tragen im Gegensatz zu den Erwachsenen noch keine Masken vor dem Gesicht. Aber dafür freut sich der Narrensamen umso mehr auf die Fasnet. | Bild: Maria Kienzler

Gähnend streckten sich die erwachsenen Goaschter, während die zahlreichen Kinder strahlten, weil sie nicht mehr schlafen mussten. Der Bürgerwehr-Chef Matthias Aberle begrüßte sie mit Narri-Narro und eröffnete feierlich die närrische Zeit.

In die Narrenrufe, die er anstimmte, fielen alle ein, angefangen von den drei eigenen Gruppen der Närrischen Bürgerwehr bis hin zu den Fohrebobbele und den Kräuterwieble aus St. Georgen, die beim Wecken natürlich auch nicht fehlten. Angefeuert von der Musik wurde dann in die Sängerhalle marschiert, wo weiter gefeiert wurde.