Beim Brand eines Hofes im Gewann „Im Grund“ ist am Samstag ein Mann verletzt worden. Das über 370 Jahre alte Gebäude mit Wohn- und ehemaligem Ökonomieteil brannte komplett nieder. Es entstand Sachschaden in Höhe von 300 000 Euro. Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Brandstiftung wird von den Beamten derzeit ausgeschlossen.

Riesenrauchwolke über der Feuerwehr verdeutlicht die Herausforderungen dieses Einsatzes an einem brennenden Bauernhaus. Bild: Patrick Ganter
Riesenrauchwolke über der Feuerwehr verdeutlicht die Herausforderungen dieses Einsatzes an einem brennenden Bauernhaus. | Bild: Ganter, Patrick

Wie die Polizei mitteilt, bemerkte der Bewohner des Hauses gegen 10.45 Uhr eine Rauchentwicklung und verständigte den Notruf. Die Feuerwehr rückte daraufhin mit mehreren Kräften und Einsatzfahrzeugen aus. Bereits auf der Anfahrt stellte sich laut Kommandant Christoph Kleiner schnell heraus, dass es sich „um eine erhebliche Rauchentwicklung handelte, worauf die Ortsteilwehren Peterzell-Stockburg, Langenschiltach und Oberkirnach nach-alarmiert wurden.“

Sehen Sie hier Eindrücke der Löscharbeiten im Video:

Video: Roland Sprich

Insgesamt waren rund 90 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz am Einsatzort. Darunter auch die Führungsgruppe C St. Georgen/Königsfeld, Kreisbrandmeister Florian Vetter und zwei Feuerwehrärzte. Rund eine Stunde lang versuchten die Einsatzkräfte, den Brand zunächst im Innern des Gebäudes zu bekämpfen. Dies gelang nicht, das Feuer breitete sich rasend schnell aus, so dass die Atemschutztrupps aus dem Gebäude abgezogen werden mussten. Etwa eine Stunde nach der Erstalarmierung stand das Gebäude schließlich im Vollbrand.

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Der 60 Jahre alte Bewohner des Hauses versuchte offenbar mehrfach, in das brennende Gebäude zu laufen. Er musste von der Feuerwehr daran gehindert werden. Der Mann zog sich leichte Verbrennungen sowie eine Rauchgasvergiftung zu und wurde vom Roten Kreuz ins Krankenhaus gebracht.

Die dicke Rauchwolke zog in das Stadtgebiet. Um hier mögliche schädliche Immissionswerte zu ermitteln, führte der Gerätewagen Messtechnik im gesamten Stadtgebiet Messungen durch. Dabei sei es zu keinen auffälligen Werten gekommen.

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Im Einsatz waren auch die Rotkreuz-Ortsvereine St. Georgen und Villingen, die unter anderem für die Verpflegung der Feuerwehrleute sorgten. Auch Bürgermeister-Stellvertreter Joachim Kleiner eilte an die Unglücksstelle, um sich ein Bild vom Ausmaß des Brandes zu machen.