Eine Spende über 2000 Euro überreichten Vertreter des Rotary Clubs Villingen-Schwenningen an das Alten- und Pflegeheim Lorenzhaus. Mit dem Geld können Wünsche der Bewohner wahr gemacht werden, die diese sich selbst nicht mehr erfüllen können.

Besuche, Stadtbummel und mehr

Der Vizevorsitzende des Rotary Clubs VS, Thomas Gärtner, und Sekretär Helmut Weisser überreichten den Spendenscheck an die Mitarbeiter des Lorenzhauses. Die machen seit September vergangenen Jahres kleine und größere Wünsch der Bewohner möglich. "Begonnen hat alles mit dem Wunsch einer Bewohnerin, einmal wieder ein Eishockeyspiel zu besuchen", erinnert sich Alltagsbegleiterin Manuela Borzakoglu. So kamen die Pflegekräfte auf die Idee, bei den Bewohnern nach deren Wünschen zu fragen.

"Seit September haben wir rund 30 Wünsche erfüllt", freuen sich Borzakoglu und ihre Kolleginnen. Etwa den Wunsch eines Bewohners, seinen behinderten Bruder besuchen zu können, der in Ravensburg in einem Heim lebt. Ein Besuch auf dem Konstanzer Weihnachtsmarkt. Oder ein Stadtbummel in Freiburg, natürlich inklusive einer Roten Wurst am Münster. Auch ein Friseurbesuch, neue Winterschuhe oder ein Besuch am Grab des Ehemannes, um dort Blumen niederzulegen, wurden bereits ermöglicht.

Eine lange Wunschliste

Die Liste der noch offenen Wünsche ist ebenfalls lang. Ein Besuch im Planetarium steht ebenso auf der Wunschliste wie der Wunsch einer Bewohnerin, alte Bauernhöfe in Langenschiltach, die sie von Fotos aus der Chronik kennt, mit eigenen Augen zu sehen.

Solche und noch viele weitere Wünsche können dank der Spende des Rotary Clubs nun wahr werden. "Wir fanden es eine sehr schöne Aktion"; sagte Helmut Weisser. Markus Schrieder, Geschäftsführer der evangelischen Altenhilfe, ist "stolz und glücklich, dass unsere Mitarbeiter auch über ihren Beruf hinaus Interesse an den Bewohnern haben." Denn sämtliche Wunschaktionen organisieren die Mitarbeiter in ihrer Freizeit. Für die Mitarbeiter ist dies selbstverständlich. "Es ist schön, wenn wir der Generation, die unser Land nach dem Krieg aufgebaut hat, auf diese Weise etwas zurückgeben können."