Der Gemeinderat in St. Georgen tat sich zunächst schwer, dem Antrag der Stadtverwaltung zum Einbau eines Blockheizkraftwerks im Rathaus zuzustimmen. Man solle doch lieber Strom in Eigenregie beziehen, war eines der Gegenargumente. Diese waren laut SÜDKURIER vom 3. Dezember 1994 bei der Inbetriebnahme nicht mehr zu hören. Bürgermeister Wolfgang Schergel ließ sich nicht nehmen, bei der offiziellen Eröffnung selbst auf den Startknopf zu drücken und somit die Strom- und Wärmeerzeugung im Rathaus in Betrieb zu setzen.  

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Schergel dankte den beteiligten Firmen, den anwesenden Firmenvertretern sowie Hausmeister Neininger für den unproblematischen und schnellen Einbau und der Firma EGT als Betreiberin des Blockheizkraftwerks als Partner. Eineinhalb Jahre habe der Einbau gedauert. Jetzt produziere der Triberger Energieerzeuger mit einem 16-zylindrischen Gasmotor Strom, Wärme und Warmwasser und liefert diese an die Stadt. Somit habe man die Möglichkeit zur derzeit saubersten und effektivsten Stromerzeugung gefunden.

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Bisher werden, so Schergel, das Rathaus, die Robert-Gerwig-Schulen und das Gasthaus „Deutscher Kaiser“ mitversorgt. Man plane aber, im kommenden Jahr die Geschäfte am Marktplatz anzuschließen. Und weil das Interesse am Neubau im Rathaus bei der Bevölkerung groß sei, gebe es in den nächsten Wochen auch einen Tag der Offenen Tür. Der wurde laut SÜDKURIER vom 12. Dezember 1994 sehr gern wahrgenommen. Über 100 Besucher interessierten sich für die Funktion und den Einbau des Blockheizkraftwerks.