Bei einem Cajon-Workshop können acht Kinder ein eigenes Schlaginstrument selbst herstellen. Unter der Aufsicht von Willy Renner beweisen die kleinen Trommler handwerkliches Geschick. Zu Beginn erklärt der Musiklehrer, was beim Aufbau zu beachten ist.

Bild: Küster, Sebastian

Danach dürfen die Kinder das Bau-Set öffnen und sich mit den Materialien vertraut machen. Im Baukasten sind alle Rohstoffe enthalten, die für den Aufbau einer Cajon notwendig sind. Zusätzlich benötigen die Kinder Hammer, Zollstock und Bleistift, sowie Holz-Klötzchen, um das Schleifpapier zu fixieren und einen Schraubenzieher.

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Danach werden die Korpusteile geleimt und zusammengesteckt. Dabei ist Teamfähigkeit gefragt, denn: Die Kinder arbeiten stets zu zweit. Einer hält das Holzstück, der andere verleimt die Kanten.

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Dicke Spanngurte helfen, damit die verleimten Holzbretter nicht wieder auseinanderfallen.

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Eine rechteckige Schablone wird dann in den noch holen Kasten geklemmt, damit die Außenwände des Instruments rechteckig ausgerichtet sind.

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Neben der Handwerksarbeit erklärt Willy Renner, wie eine Cajon überhaupt funktioniert. In der Mitte der Schlagfläche können tiefe Töne gespielt werden. Am Rand hingegen Hohe. Im Inneren der Cajon werden zudem kleine Metallstäbe befestigt, die den Klang einer sogenannten "Snare-Drum", die am meisten benutzte Trommel des Schlagzeugs, nachempfunden ist.

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"Ursprünglich kommt die Cajon aus Peru. Erst in den 80-er Jahren wurde sie auch in Mitteleuropa richtig bekannt", erklärt Renner auf Nachfrage. In Südamerika sei sie als Kommunikationsinstrument unterschiedlicher Stämme benutzt worden. Heute sei sie auch bei uns auf vielen Konzerten nicht mehr wegzudenken. Aufgrund der kompakten Größe werde sie auch oft im Musikunterricht in Schulen verwendet. Nun zeigt Renner, wie ein Profi auf dem kleinen Schlaginstrument richtig spielt.

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