In den Verhandlungen zur Zukunft von ebm-papst in St. Georgen hat es nun eine Annäherung gegeben. Man habe sich auf ein sogenanntes "Paket für Arbeit" geeinigt, wie die beteiligten Verhandlungspartner am Freitag bekanntgaben. Es ist unterzeichnet von der Geschäftsführung von ebm-papst St. Georgen, Johannes Pfeffer und Raymond Engelbrecht, sowie von Martina Burger und Ralf Obergföll für den Betriebsrat.

In einer Mitteilung von ebm-papst heißt es: "Nach langen und konstruktiven Verhandlungen mit dem Ziel, ebm-papst St. Georgen wieder zurück in die Erfolgsspur zu führen, haben sich am Mittwoch, 1. August, Geschäftsführung, Arbeitgeberverband, Betriebsrat und IG Metall in der fünften Verhandlungsrunde auf die Eckpunkte für ein `Paket für Arbeit´ für die Zeit ab dem 1.Oktober verständigt."

Zukunft soll gesichert sein

Zu den Details wollen sich die Beteiligten bislang nicht äußern. Verhandelt wurde unter anderem darüber, dass die Beteiligten Mehrarbeit ohne Lohnausgleich leisten müssen. Auch einen Stellenabbau kündigte ebm-papst jüngst bei der Jahrespressekonferenz an. Der Standort aber soll für die Zukunft gesichert sein: "Die Verständigung ist ein starkes Bekenntnis von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite zur Standortsicherung", heißt es in der Mitteilung. Man habe die Weichen für eine positive Zukunft gestellt.

Hans Peter Fuchs (links), Geschäftsführer Finanzen und Controlling, und Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung, am Rande der Jahrespressekonferenz im Juni in Stuttgart.
Hans Peter Fuchs (links), Geschäftsführer Finanzen und Controlling, und Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung, am Rande der Jahrespressekonferenz im Juni in Stuttgart. | Bild: Ganter, Patrick

Man wolle die Details des genannten Pakets nun erarbeiten und sie, vorbehaltlich der Zustimmung der involvierten Gremien, im September beschließen.

Probleme seit März bekannt

Anfang März wurde bekannt, dass sich der Geschäftsbereich Automotive zum Sorgenkind von ebm-papst entwickelt. Der Bereich brachte in den vergangenen Jahren Verluste ein, er bindet etwa die Hälfte der 1900 Mitarbeiter. Seit einiger Zeit liefen Gespräche. Teil der Verhandlungen war auch, dass ein Gutachten Klarheit über die Situation des Unternehmens und der Beschäftigten bringen sollte.

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