Letztmals auf dem angestammten Gelände hinter der ehemaligen Firma Grässlin hat der Motor-Sport-Club Peterzell (MSC) das Festzelt und den Fahrzeugparcours aufgebaut, auf dem sich Oldtimer Autos und Traktoren an zwei Tagen dem interessierten Publikum zur Ansicht anbieten.

In Fachkreisen hat der MSC einen überaus guten Ruf. Sonst würden die weitest entferntesten Mitfahrer an der 14. Veteranen Rallye nicht aus Bayern anfahren. Vom Vorsitzenden Thomas Kopp ist zu erfahren, dass viele Teilnehmer seit Jahren Stammgäste sind. Im Verlauf der Jahre hat man sich kennengelernt und Freundschaften sind entstanden. Auch der MSC hat etliche Ausrichter solcher Veranstaltungen auf dem Schirm. Gegenseitige Besuche sind wie Kitt, um mit zunehmender Dauer feste Bande zu knüpfen. Die Fahrerinnen und Fahrer der überaus gut gepflegten Oldtimer fühlen sich als eine große Familie. Dass eine Rallye nicht ohne zu lösende Aufgaben daherkommt, ist bekannt. Am Start waren die unterschiedlichsten Autotypen und Motorräder. In Peterzell gibt es einen großen Kreis freiwilliger Helfer, die sich als Streckenposten oder Helfer an den Kontrollpunkten einbringen. Stellvertretend für alle sei Franz Dilger genannt. Er ist ein überaus kreativer Kopf und alljährlich bringt er mindestens eine knifflige Frage mit, welche dann auch an einem der fünf Kontrollpunkte abgefragt wird. Diesmal ging es um die Höhe des "Roten Stuhls" vor einem Möbelhaus in VS-Villingen.

Noch am Start hatten die Fahrer die erste Aufgabe zu lösen. Sie mussten ihr Fahrzeug möglichst mittig zwischen die beiden Masten stellen. Kontrolleure messen am jeweiligen Hinterrad mit einem Maßstab von beiden Seiten auf den Zentimeter genau den Abstand zu den Masten. An einem Kontrollpunkt sollte das Vorderrad des Fahrzeugs auf 70 Zentimeter Abstand an eine Latte herangefahren werden. Geschicklichkeit ist alles. Das wissen auch die Teilnehmer. Wenn dann am Hinterrad am stehenden Fahrzeug ein Keil angelegt wird, darf der Fahre dann sein "heilix Blechle" um genau 2,5 Meter vorwärtsbewegen. Danach wird die zurückgelegte Strecke gemessen. Wieder auf dem Ausgangsgelände angekommen steht noch die Abstandsprüfung an. Bis auf 80 Zentimeter Abstand nach vorne soll das Fahrzeug vor einem Zaun abgestellt werden. Die Rallyestrecke vom Vormittag war rund 67 Kilometer lang. Am Nachmittag konnte an der Juxrallye teilgenommen werden. Dabei wurden rund 45 Kilometer zurückgelegt.

Eine Maschine sorgte für Aufsehen und war ständig umlagert. Sobald Thomas Heizmann aus Vöhrenbach seine 98 Jahre alte Sägemaschine in Betrieb setzte, hatte sein Holzspalter-Kollege Uwe Mangold beide Hände voll zu tun, um im Takt die gesägten Holzscheite zu zerkleinern. Und Mangold verbringt zurzeit seinen Urlaub in Vöhrenbach. Er wohnt seit Jahren auf den Philippinen und betreibt dort das Mangold Ressort.