Manche Schüler genießen ihre freie Zeit, andere verdienen sich durch einen Ferienjob etwas Geld dazu. Im Bildungszentrum herrscht dieser Tage trotzdem Betrieb. Im Schulhaus finden einige Umbaumaßnahmen statt, die die Bedingungen für Schüler und Lehrer verbessern sollen. Sie alle sind Teil des Konzepts, dass im Zuge der anstehenden Sanierung erarbeitet wurde und das die Schulen der Stadt als Schulnetzwerk gemeinsam voranbringen soll. Auch Ralf Heinrich, Schulleiter des Thomas-Strittmatter-Gymnasiums (TSG), ist im Dienst, um das Schuljahr zu planen und die Arbeiten im Haus zu koordinieren.

  • Raumkonzept: Derzeit werden beispielsweise die Lehrerzimmer beider Schulen, Realschule und Gymnasium, umgebaut. Sie werden vergrößert, sodass Arbeitsplätze für die Lehrer entstehen, an denen sie ungestört arbeiten können – beispielsweise um Klausuren zu korrigieren und Unterricht vorzubereiten. Dazu wurde jeweils ein zusätzlicher Raum in das Lehrerzimmer integriert, für das Gymnasium war das die ehemalige Bibliothek. Schon bald, geplant ist es in den Herbstferien, sollen dann weitere Veränderungen folgen. Die alten Filmräume, im ersten Geschoss des Hauses, sollen umfunktioniert werden. Die Wände ins Schulhausinnere, dort wo momentan noch Schließfächer stehen, werden dafür entfernt, sodass Raum für die Schüler entsteht. Dafür werden eigens moderne Sitzgelegenheiten aus Holz angefertigt.
  • Glasfaser: Die Schule wird dieser Tage auch an das Glasfaser-Netz angeschlossen. Um den Einzug modernster Technik in den Unterricht weiter zu fördern und um attraktiv zu sein, beispielsweise für Lehrer, die den ländlichen Raum sonst eher scheuen würden.
  • Pilotprojekt: Ralf Heinrich hofft, dass die Schule Teil eines Pilotprojekts des Landes werden wird. Dann nämlich würde jedes Klassenzimmer mit einem 80 Zoll großen Bildschirm ausgestattet werden. Diese würden neue Unterrichtsmethoden möglich machen und die Digitalisierung der Klassenzimmer erheblich vorantreiben.
  • Stundenplan und Personal: Eine immer komplexer werdende Leistung sei es, so erzählt der Schulleiter, die Stundenpläne zu konzipieren. Auch diese Arbeit erfolgt in den Ferien. "Das ist noch lösbar. Wir haben gute Pläne für die Schüler, aber die Pläne für die Lehrer werden schlechter", sagt Ralf Heinrich. Einer der Gründe: Das Kollegium am TSG ist derzeit sehr jung. Viele der Kollegen seien daher junge Eltern, deren Wünsche in den Stundenplan mit einfließen müssen. Das erschwert die Planung, erzeuge oft einen sehr eng getakteten oder zerstückelten Plan. Einen Mangel an Lehrern gebe es an seiner Schule nicht, lediglich bei den Kunst- und Physiklehrern sei die Suche nach neuen Lehrern schwierig. Das Profil der Schule helfe aber enorm, neue Lehrer zu gewinnen. Dadurch seien an der Schule auch Ressourcen vorhanden, die ebenfalls dafür sorgen, dass sie Schule als Arbeitsplatz attraktiv werde.
  • Unterrichtsausfall: Er sei am TSG unter Landesdurchschnitt. Die Schule stehe hier seit Jahren schon gut da. Verändert habe sich in den letzten Jahren nur das Sicherheitsbedürfnis vieler Eltern. Ihr Tag sei oftmals so eng getaktet, dass sie nicht damit klar kämen, wenn das Kind früher nach Hause kommt. Das sei in früheren Jahren noch kein so großes Problem gewesen.